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Sonntag, 26. August 2018

Mr. Cool Cat - Sara von Pattydoo

Als ich den Stoff Mr. Cool Cat erstmals entdeckt habe, war sofort klar, dass ich den haben muss. Schließlich habe ich auch eine wunderhübsche graue Katze zu Hause.

Sara von Pattydoo


Mir war eigentlich auch sofort klar, dass ich aus dem Panel eine Sara nähen möchte. Der Stoff ist von wunderbarer Qualität. Schön weich und etwas dicker. Die ersten Wäschen hat er super überstanden.

Den Schnitt habe ich ja schon einmal genäht, beim letzten Mal aus Double Gauze, also aus nicht dehnbarer Webware, diese Mals aus Jersey. Angepasst habe ich dafür nicht, das Modell aus Webware fand ich nämlich minimal zu eng, da sollte das hier genau passen.

Das Panel hatte gerade so die richtige Größe, so dass ich das Vorderteil mit Katze und das Rückteil aus dem gestreiften Stoff schneiden konnte. Bei einer Nummer größer hätte es vermutlich schon nicht mehr gereicht.

Sara von Pattydoo

Das Nähen


Das Schnittmuster ist ja nun wirklich nicht kompliziert, es ging also sogar bei mir mal schnell. Den Halsausschnitt habe ich mit Bündchen genäht, das ist ein wenig eng am Hals, da würde ich nächstes Mal etwas mehr ausschneiden. Die Armausschnitte habe ich nach Inas Methode "auf die feine Art" versäubert.
Den Saum habe ich mit einem Zickzackstich genäht.

Sara von Pattydoo

Die Fakten


Der Schnitt: Sara von pattydoo

Der Stoff: Panel Mr. Cool Cat von Frau Suvi, 1m. Es handelte sich um eine Vorbestellung, ob es den noch einmal gibt, weiß ich leider nicht.

Anpassungen: Saum mit Bündchen, nächstes Mal 1,5 cm tiefer ausschneiden.

Fazit: Ein tolles Sommershirt, das ich wirklich viel getragen habe und das definitiv noch einmal mit in den Sommerurlaub darf.


Samstag, 18. August 2018

Shirt Träumerin von Nähkind

Hier war es ja lange sehr ruhig, die Sommerhitze hat mich von der Nähmaschine fern gehalten. Aber jetzt puste ich mal den Staub vom Blog und melde mich zurück.

Los geht es mit einem Shirt, dass ich für Nähkind probenähen durfte.

Susann hat vor einigen Woche dazu aufgerufen und ich habe mich sehr gefreut, dass ich dabei sein durfte! Den Schnitt hat sie uns Probenähern umsonst zur Verfügung gestellt.

Shirt Träumerin von Nähkind

Das Schnittmuster

Aus dem Schnittmuster kann man sowohl ein Shirt als auch ein Kleid nähen. Eine Besonderheit ist hier die Rüsche, die man oberhalb der Brust von Arm zu Arm einnäht, die das Shirt romantisch-verspielt wirken lässt.

Das Shirt ist ein wenig länger als meine üblichen Shirts. Ich war erst etwas skeptisch, ob mir das gefällt, aber ich finde, dass es sehr gut sitzt und die Länge schon fast ein wenig tunika-artig wirkt (zumindest, wenn man so eine breite Hüfte hat wie ich).

Außerdem sind im Rücken Abnäher vorgesehen, die das Shirt perfekt in der Taille anliegen lassen.

Wenn man ein Kleid nähen möchte, näht man das Rockteil ebenfalls gerüscht an.

Kleid und Shirt kann man so wie ich hier mit kurzen Ärmeln nähen. Es gibt aber auch Schnittteile für lange Ärmel.

Shirt Träumerin von Nähkind

Der Stoff

Ich habe einen Modal von Lillestoff vernäht, der von Raxn designt wurde. Den Stoff habe ich schon lange im Schrank liegen, weil ich nicht so recht wusste, wie er sich wohl verarbeiten lässt. Tatsächlich war das nicht ganz so einfach, weil das Muster nämlich nicht normal gedruckt ist, sondern irgendwie gummiert aufgetragen. Dadurch verhält sich der Stoff unter der Nähmaschine ungewöhnlich: der Stoff selbst ist recht flutschig, die Gummierung bremst aber gleichzeitig.

Shirt Träumerin von Nähkind

Das Nähen

Das Zusammensetzen der Stoffteile ist kein Hexenwerk. Die Erläuterungen im eBook sind wie immer bei Nähkind auch super für Anfänger geeignet und sehr gut nachvollziehbar.

Trotzdem habe ich wieder einiges dazu gelernt:

Ich habe erstmals mit der Overlock gekräuselt. Dazu habe ich mir das Video zum Kräuseln von Anna einfach nähen angesehen. Das ist gar nicht schwer. Zu den Details mache ich noch einmal einen extra Beitrag, das würde sonst hier den Post sprengen.

Außerdem habe ich erstmal so einen Ausschnittgummi (nennt man den so?) genommen, um den Halsausschnitt zu versäubern. Man muss sehr gut aufpassen, dass die Stoffkante wirklich weit zwischen den beiden Gummihälften liegt. Der Stoff rutscht da schnell raus, daher habe ich viele Nadeln zum Feststecken verwendet. Und dann langsam nähen, damit die Naht wirklich in einem gleichmäßigen Abstand zur Kante verläuft. Das hat ganz gut geklappt, einmal musste ich neu ansetzen und an den Schulternähten bin ich etwas verrutscht, aber im großen und ganzen ging es für das erste Mal wirklich gut.
Mir gefällt das sehr gut, es sieht ordentlich aus und ist schnell gemacht.

Die Säume an den Ärmeln und am unteren Rand habe ich nur per Geradstich genäht, weil der Stoff so schwierig ist. Da die Säume locker sitzen, klappt das auch ganz gut.

Shirt Träumerin von Nähkind

Die Fakten


Der Schnitt: Shirt und Kleid Träumerin von Nähkind

Der Stoff: Modal Cilianto von Lillestoff für etwa 18 Euro/Meter (Tipp: den gibt es bei Dawanda momentan reduziert)

Anpassungen: Der Ausschnitt ist relativ weit, vor allem für eine Herbstversion würde ich den Ausschnitt etwas schmaler machen - ich friere doch so schnell

Fazit: Das Shirt sitzt toll, wie maßgeschneidert, wie der beste Grillmeister der Welt meinte ;-) Figurbetont, aber trotzdem locker an den richtigen Stellen.
Ein Kleid mit langen Ärmeln für den Herbst steht definitiv noch auf der to sew-Liste.

Shirt Träumerin von Nähkind






Dienstag, 15. Mai 2018

Männershirt Max in maritim

Ab und zu wird auch mal der beste Grillmeister der Welt benäht.

Zu Weihnachten hat er ein bequemes Langarmshirt bekommen.

Herrenshirt Max von Pattydoo


Schnittmuster


Ausgewählt habe ich das Schnittmuster "Max" von Pattydoo. Da der beste Grillmeister der Welt die perfekte Figur hat, musste ich gar nichts anpassen.

Der Stoff


Den Stoff habe ich bei Nautistore bestellt. Ich liebe die maritimen Stoffe dort, die sich wunderbar kombinieren lassen. Es handelt sich um schön festen Sweat. Hier habe ich die breiten Blockstreifen mit den Ankern und dazu passenden dunkelblauen Stoff genommen.

Herrenshirt Max von Pattydoo


Das Nähen


Eigentlich war das relativ einfach.

Den V-Ausschnitt habe ich nach der bereits bewährten Methode genäht. Als Bündchen habe ich auch den dunkelblauen Sweat genommen. Da muss man von der Länge ein bisschen gucken, damit es reicht - der Sweat dehnt sich ja nicht ganz so stark wie Bündchenstoff.

Die Tasche habe ich einfach aufgesetzt und nach der Anleitung von Pattydoo genäht.

Die größte Herausforderung war natürlich, die Streifen genau aufeinander zu setzen. Aber ich finde, es ist ziemlich gut geworden.

Die Säume sind einfach mit der Zwillingsnadel verarbeitet.

Herrenshirt Max von Pattydoo


Der beste Grillmeister der Welt hat sich jedenfalls sehr über sein Geschenk gefreut und das Shirt schon oft getragen.

Donnerstag, 12. April 2018

Stehkragenshirt Stella


Schlichte Langarm-Shirts, die trotzdem nach was aussehen, kann ich immer gebrauchen. Die Stella von pattydoo kam mir gerade recht und so hatte ich den Schnitt kurz nach Erscheinen gekauft. Und auch passenden Stoff habe ich bereits im Januar gekauft.

Wie das aber immer so ist, kamen dann doch diverse andere Projekte dazwischen. Aber nachdem mein Kleid nun letzte Woche endlich fertig gestellt hatte, hatte ich so richtig Lust auf einen einfachen schnellen Schnitt.

Stella von Pattydoo Shirt mit Stehkragen nähen


Das Schnittmuster


Das Schnittmuster war wie bei pattydoo gewohnt sehr schnell gedruckt, geklebt und abgepaust. Ich habe wieder um die Hüfte herum eine Nummer größer geschnitten. Aber ich wollte es auch etwas taillierter haben und nicht ganz so sehr diesen boxy Look, also habe ich den Schnitte per Kurvenlineal um etwa eine Größe tailliert.
Die Ärmel- und die Saumlänge habe ich dieses Mal so gelassen die gefallen mir gut.

Stella von Pattydoo Shirt mit Stehkragen nähen


Der Stoff


Beim Stoff handelt es sich um einen etwas festeren Viskosejersey (fasst sich fast ein bisschen an wie Romanit) mit leichtem Stand. Er fühlt sich ganz wunderbar glatt an und trägt sich toll. Der Stoff war ein Schnäppchen auf dem Stoffmarkt am Berliner Maybachufer.

Stella von Pattydoo Shirt mit Stehkragen nähen


Das Nähen


Genäht habe ich im Wesentlichen mit der Overlock. Lediglich der Halsbeleg ist wie im Video gezeigt mit der Nähmaschine angenäht und auf der Nahtzugabe festgesteppt. Den Beleg hatte ich zuvor mit einer etwas festeren Vlieseline versäubert. Glücklicher Weise ist der Halsausschnitt groß genug, ich passe gerade so mit meinem dicken Schädel durch.

Die Säume wurden dann wieder einmal mit der Zwillingsnadel umgenäht. Das klappt ja gerade bei so festen Stoffen ganz hervorragend.

Und endlich habe ich auch mal daran gedacht, meine Labels zu verwenden. Witziger Weise ist das ja genau mein rot-Ton und wie für das Shirt gemacht!


Die Fakten



Stoff: Viskosejersey vom Maybachufer für 4 Euro/Meter

Anpassungen: tailliert um eine Größe

Fazit: Ich mag sowohl Schnitt als auch Stoff sehr gern. Das Shirt trägt sich toll und sieht sowohl zu meiner dunkelblauen Jeans als auch zu einem schwingenden Rock in grau gut aus. Da es so schnell genäht ist, könne ich mir auch noch ein weiteres Modell vorstellen, wenn mir ein passender Stoff begegnet.

Der Post ist verlinkt bei Rund ums Weib am Donnerstag (Rums).


Montag, 12. Februar 2018

Bärliner Tante

Heute kommt ein ganz besonderer Post. Nämlich der Post zu meinem ersten Probenähen.

Lena von Berlinerie veröffentlicht derzeit eine kleine Serie von Basicshirts, die eine interessante Teilung aufweisen. Den Bärliner Onkel als Herrenschnitt gibt es schon, nun kommt mit der Bärliner Tante noch das passende Damenmodell (in den Größe 36 bis 52) dazu.

Bärliner Tante


Der Schnitt selbst ist gerade und genau richtig (figurnah und doch bequem) geschnitten. Über der Brust gibt es sowohl vorn als auch hinten eine Teilung, die sich clever an den Ärmeln fortsetzt. Der Rückensaum ist rund und somit etwas länger. Wer mag, findet im Schnittmuster auch noch eine passende Tasche, die man über die Teilung setzen kann und so den Bruch zwischen oberem und unterem Stoff auflockern kann. Für den Ausschnitt gibt es eine engere und eine weitere Variante und man kann sich zwischen langen und kurzen Ärmeln entscheiden. Die finale Version des Schnittes enthält außerdem Brustabnäher, so dass für eine tolle Passform gesorgt wird!

Im Rahmen des Probenähens sind sehr viele schöne Modelle entstanden. Der Schnitt ist gerade toll, wenn man noch Reste übrig hat - je nach Größe reichen 70-80 cm von jedem Stoff. Besonders gut haben mir die Modelle gefallen, die etwa Ton-in-Ton blieben. Aber auch das eine oder andere tolle Modell mit Spitze habe ich entdeckt.

Die Anleitung ist wirklich richtig gut, sehr ausführlich und nachvollziehbar bebildert. So eignet sich der Schnitt auch gut für Anfänger. Lediglich die Teilungsnähte am Ärmel genau aufeinander treffen zu lassen, ist ein bisschen kniffelig. Hier muss man gut stecken - der Trick ist, dass die Nähte eben nicht am Stoffrand aufeinander treffen dürfen, sondern an der Nahtzugabe, also z.B. 0,7 cm vom Stoffrand entfernt. Wenn man das bedenkt, bekommt man das ganz gut hin.

Bärliner Tante


Während des Probenähens ist dieses Shirt für mich entstanden. Ich habe zwei Jersey-Stoffe gewählt, die ich beide vom Stoffmarkt hatte. Auf die Tasche habe ich verzichtet, ich gehöre zu der Minderheit, die Taschen an Kleidungsstücken eigentlich nicht so mag. Von meiner "Problemhüfte" habe ich ja schon oft genug berichtet, also auch hier nach unten hin eine Größe mehr.

Außerdem habe ich an den Seiten unten Schlitze genäht. Dafür habe ich nur die Ärmelnähte mit der Overlock genäht, die Seitennähte von Vorder- und Rückteil dann mit dem Sägezahnstich, so dass ich die Nahtzugabe auseinanderbügeln und unten umklappen konnte. Um den Schlitz herum habe ich die Nahtzugabe dann einfach mit einem Geradstich festgenäht. Das Halsbündchen besteht dann wieder aus dem Jersey, den ich auch für die untere Hälfte benutzt habe. Die Säume habe ich mit einem Wellen-Zierstich in dunkelblau gesteppt.

Bärliner Tante


Da der Schnitt so schön vielseitig ist, werde ich ihn bestimmt auch noch für Sommershirts in kurz nutzen. Zumindest ein Stoff liegt schon bereit!

Der Schnitt ist momentan zum Einführungspreis vom 5,36 Euro auf Lenas Website erhältlich.


Mittwoch, 8. November 2017

Knotenshirt aus Burda 11/2017

Sollte ich tatsächlich regelmäßig Leser haben, wissen die ja zumindest, dass ich mir für den Herbst vorgenommen habe, pro Monat mindestens einen Burda-Schnitt zu nähen. Ich erhoffe mir mit der Steigerung des Schwierigkeitsgrads, ordentlich dabei zu lernen. Letzte Woche war es dann für den Oktober so weit. Ich habe mir aus der letzten Burda 11/2017 das Knotenshirt Nr. 109 ausgesucht.

Dabei handelt es sich um ein eher locker geschnittenes Shirt mit einem Wasserfallausschnitt und als Clou einen seitlichen Knoten am Halsausschnitt.


Der Stoff


Laut Beschreibung sollte man einen weich fließenden, dehnbaren Stoff nehmen. Auf dem Stoffmarkt im September hatte ich einen hübschen rotbraunen Viskose-Jersey mit weißen Punkten als Coupon erstanden. Der passte gut und war mit gerade mal 5 Euro auch nicht teuer, so dass ich mich bei einem Fehlschlag nicht geärgert hätte.


Das Nähen


Der Viskosejersey ließ sich super nähen, sowohl mit der normalen Nähmaschine als auch mit meiner neuen Overlock.

Der rückwärtige Ausschnitt wird mit einem Streifen versäubert, da sind die ersten zwei Nähte etwas schief geworden und ich habe sie noch einmal aufgetrennt, ab da lief es aber ohne weiteres Trennen.

Etwas Rätselraten bereitete mir beim ersten Lesen der Beschreibung das Zustandekommen des Knotens, aber wenn man erst einmal die Schnittteile hat und jeweils Nahtzahl an Nahtzahl legt, ergibt sich das eigentlich ganz logisch. Man muss nur ein bisschen puzzeln, um nicht etwa irgendwo die falschen Stoffseiten aneinander zu nähen.

Beim Knoten war ich die ganze Zeit skeptisch, ob das wirklich gut aussieht. Ich hatte den Eindruck, dass der Knoten zu sehr nach außen klappt. Nach dem Einsetzen der Ärmel hat sich das aber gegeben und im Ergebnis finde ich das jetzt ganz gut. Heute erst habe ich gelesen, dass man Nahtband hätte verwenden sollen - hab ich irgendwie vergessen. Damit wäre es vielleicht noch etwas besser geworden?



Lediglich die Beschreibung für das Zusammennähen von Vorder- und Rückteil für den Wasserfallausschnitt habe ich nicht ganz verstanden. Zum Glück hatte ich aber schon mal Pattydoos Scarlett genäht und habe noch mal kurz das Video dort angesehen und schon war mir alles klar.

Die Seitennähte und Ärmel habe ich dann erstmalig mit meiner Overlock genäht und es lief super! Nur die Ärmel habe ich noch mit der normalen Nähmaschine und dem Fake-Overlockstich eingesetzt, an die ordentlich Rundung habe ich mich mit der Overlock noch nicht so getraut, da will ich erst mal mit sanfteren Rundungen üben.

Die Säume habe ich am Bund zweimal 3 cm, am Ärmel zweimal 2 cm ungeschlagen und mit der Zwillingsnadel genäht.


Schnittform


Beim Erstellen des Schnittmusters habe ich vorsichtshalber die Schnittteile von Pattydoos Scarlett aufgelegt. Die Größe passte ziemlich perfekt, Länge und Taille stimmten genau überein, lediglich das Armloch ist etwas kleiner. Und an der Hüfte habe ich am jeweils 1 cm hinzu gegeben - also wie immer quasi.
Bei der ersten Anprobe habe ich mal wieder zu lange Arme festgestellt. Die habe ich um 2 cm gekürzt. Sie sind immer noch etwas lang, aber irgenwie gefällt es mir recht gut.



Schnitt: Knotenshirt Nr. 109 aus der Burda 11/2017

Stoff: Viskose-Jersey vom Stoffmarkt für insgesamt 5 Euro. 1,50 m x 1,40 m

Anpassungen:

  • wie immer etwas breiter in der Hüfte (Schnittmuster ist bereits angepasst)
  • Ärmel um 3 cm kürzen


Fazit: Das Shirt ließ sich super schnell nähen und trägt sich ganz wunderbar. Das Shirt ist schon pfiffig und ein bisschen was Besonderes.

Und nun, husch husch, rüber zum MeMadeMittwoch!







Dienstag, 1. August 2017

Shirt Anton aus Lycra

Der beste Grillmeister der Welt kann nicht nur nur hervorragend grillen, erst ist auch noch leidenschaftlicher Läufer und sogar schon Marathon gelaufen. Und er hat auch mich zum Laufen gebracht, schon ein kleines Wunder - auch wenn ich längst nicht so diszipliniert bin.



Als die Shapelines-Lycras von Mamasliebchen erschienen sind, habe ich mir in den Kopf gesetzt, ein Laufshirt für meinen Besten zu nähen. Als der Lycra dann eeeeendlich da war (eine Woche vor Henrys Geburtstag...), war ich skeptisch, ob der Stoff wirklich für ein Shirt geeignet ist, da er doch recht dick ist - also eher Badeanzugstoff, weniger Sportfunktionsstoff. Na gut, ist halt Lycra...



Das Schnittmuster war dann relativ schnell gefunden: Das Muskelshirt Anton von Mamili_1910 sollte es werden. Das Vorbereiten des Schnittmusters ging schnell, letztendlich sind es ja nur zwei Teile je eins für Vorder- und Rückseite, die im Bruch geschnitten werden. Und dann noch die Streifen für die Ausschnitte.



Das Schneiden des Lycras ging recht gut. Der rutscht zwar etwas, aber gut gesteckt klappt das mit dem Rollschneider gut. Das Annähen des Ausschnittstreifens hat auch noch gut geklappt. Nicht schön wurden die Armausschnitte. Da waren die Streifen zu kurz und der Stoff schlug Falten - also noch einmal abtrennen, Streifen länger schneiden und erneut annähen. Viiiiel besser, auch wenn ich nicht 100% glücklich bin mit den Ausschnittstreifen. Ich fürchte, die Oberfadenspannung war etwas zu fest.
Genäht habe ich alle Nähte und auch die Streifen mit dem Sägezahnstich. Lediglich den Saum habe ich dann mit dreifach geteiltem Zickzackstich angenäht.


Und was sagt der beste Grillmeister zu seinem neuen Laufshirt: er war tatsächlich begeistert. Es trägt sich wohl total angenehm, sitzt perfekt und nichts reibt, selbst dann nicht, wenn es nass wird. Er hat sogar um ein Langarmshirt aus dem Stoff gebeten.

Schnitt: Muskelshirt Anton von Mamili_1910

Stoff: Lycra "Shapelines" von Mamasliebchen, etwa 1 m

Anpassungen: um etwa 3 cm verlängerte Ausschnittstreifen für die Arme

Fazit: Mein erstes Mal mit Lycra lief recht gut. Gut, dass ich noch viel davon habe und weitere Projekte damit angehen kann: Bikini, Laufhose, ggf. noch ein Langarmshirt.


Samstag, 22. Juli 2017

Sara aus maritimen Double Gauze

Einfache Shirts kann man ja nie genug waren, nicht wahr? Als Pattydoo das Shirt Sara vorgestellt hat, war mir sofort klar, dass ich es würde nähen wollen. Allerdings habe ich mich bei der Stoffauswahl dann doch irgendwie schwer getan. Normaler Jersey war mir zu schwer, meine Blusenstoffe irgendwie zu dünn.

Shirt Sara von Pattydoo


Stoffauswahl


Als ich das letzte Mal bei Rotznasen und Zuckerschnuten war (und eigentlich nur rotes Wäschegummi kaufen wollte...), habe ich diesen wunderschönen cremefarbenen Double Gauze mit kleinen blauen Ankern entdeckt. Der fasst sich sooo schön weich und leicht an! Perfekt!

Und der Stoff lässt sich auch noch super verarbeiten. Verwendet habe ich immer eine Universal-Nadel, total problemlos. Ich habe erst die offenen Kanten mit einem Overlock-Stich und dem Overlock-Fuß versäubert und dann mit dem Geradstich zusammen genäht. Das ist so herrlich unkompliziert.

Den Saum habe ich mit der Zwillingsnadel genäht - dieses Mal habe ich nicht die Stretch-Nadel genommen, sondern die Universalnadel, die meiner Nähmaschine bereits bei lag. Die ist mit 2 mm Breite sehr schmal, das hat aber den enormen Vorteil, dass sich keine "Wurst" zwischen den beiden Stichen bildet.

Shirt Sara von Pattydoo


Was hab ich gelernt


Ina stellt in ihrem Video die "feine Art" der Ausschnitt-Versäuberung vor. Dabei wird ein Streifen rechts auf rechts auf den Ausschnitt genäht, dann an der Naht nach innen geklappt. Der Streifen soll nun um die Nahzugabe rumgeklappt werden und dann noch einmal abgesteppt werden. Beim Halsausschnitt habe ich schon gemerkt, dass der Ausschnittstreifen nicht breit genug ist, um ihn zweimal umzuklappen. Vielleicht habe ich ihn mit zu viel Nahtzugabe angenäht. Also hab ich einfach nur die Nahtzugaben zurück geschnitten und den Streifen drüber geklappt und von außen angenäht.

Die Armausschnittstreifen habe ich etwas breiter als vorgesehen geschnitten. Wieder Nahtzugaben zurück geschnitten und dann klappte es besser. Man muss allerdings sehr sorgfältig stecken, damit nichts rausrutscht. Dabei habe ich den 1/4" Quilt Fuß verwendet und von rechts genäht, damit ich in schön gleichmäßigen Abstand nähe. Hat soweit gut geklappt - wenn ich nicht erst mal eine Nadel geschrottet hätte, weil ich vergessen hatte, die Nadel auf die Mitte zu stellen...

Shirt Sara von Pattydoo


Schnitt: Sara von Pattydoo

Stoff: Double Gauze von Sevenberry, gekauft bei Rotznasen & Zuckerschnuten für 8,40 pro Meter. Stoffverbrauch fast 1,50 m da der Stoff nur 1,10 m breit war.

Anpassungen: Da ich einen nicht dehnbaren Stoff verwendet habe und mit einer etwas breiteren Hüfte gesegnet bin, hab ich von der Taille aus nach unten hin 2 Nummer größer gezeichnet und das war auch gut so! Vorsichtshalber hatte ich erst einmal nur mit lockerer Fadenspannung und langen Stichen zusammen genäht und tatsächlich, etwas eng. Also habe ich zum "richtigen" zusammen nähen die Nahtzugabe voll ausgenutzt und nun passt es perfekt.
Die Ausschnittstreifen passten von der Länge her perfekt - ich habe sie schräg geschnitten, damit ich sie bei Annähen etwas dehnen kann. Sie brauchen halt nur etwas Breite.

Fazit: 
Ein toller Schnitt, der schnell zu nähen ist. Das war bestimmt nicht meine letzte Sara (komisch, ich glaube, das sag ich öfter hier - hat jemand etwas mehr Nähzeit für mich?)

Shirt Sara von Pattydoo

Mittwoch, 5. April 2017

Wolkenlos-Shirt

Als ich die Wolkenlos-Shirts von Schwalbenliebe sah, war mir klar: sowas muss ich haben! Ich mag den Stil der 40-er und 50-er ja total gern und bin überzeugt, das ist was für Mädels, die ein paar mehr Rundungen haben. Das besondere an diesem Schnitt sind ganz eindeutig das Dekolleté und das Unterbrustband, was wiederum die Taille betont und den Busen noch einmal ein bisschen mehr in Form rückt. Der Ausschnitt wird außerdem mit Belegen versäubert.

Das Schnittmuster habe ich mir dann relativ schnell gekauft und war beim ersten Schmökern begeistert: man erhält nämlich nicht nur den Schnitt, sondern zusätzlich ein Lookbook mit tollen Fotos und eine ausführliche bebilderte Anleitung. Die Anleitung ist richtig sympatisch geschrieben, sehr motivierend und mit der Aufforderung, zwischendurch mal eine Kaffeepause einzulegen. Wie nett!

Shirt Schwalbenliebe von Wolkenlos

Der Stoff

Lange hab ich dann nach dem richtigen Stoff gesucht – er sollte schon was besonderes sein. Nicht einfarbig, aber auch nicht irgendein Blümchenmuster, sondern cool irgendwie. Bei Nautistore und der Mööv-Eigenproduktion wurde ich dann fündig: marineblauer Stoff mit und ohne Streifen und vor allem mit Möven!

Bis der Stoff dann kam wollte ich schon mal das Schnittmuster vorbereiten. Von den Maßen her sollte es gut passen. Man kann das Shirt mit verschiedenen Ärmelvarianten nähen und etwas enger anliegend oder etwas weiter. In der Anleitung werden zuerst die Tulpenärmel beschrieben und da ich die bisher noch nicht genäht habe, hab ich entschieden, die zu versuchen. Außerdem sollte es die enge Shirt-Version werden.

Shirt Schwalbenliebe von Wolkenlos

Das Nähen

Die Anleitung habe ich mehrfach gelesen, aber ich muss sagen, so einiges war mir unklar. Für den rückwärtigen Beleg stand dann dort plötzlich, dass das zweilagig ist? War da jetzt gemeint, dass ich den Beleg doppelt schneide oder war gemeint, dass Beleg + Rückteil eben 2 Lagen sind (so hab ich es dann gelöst). Auch beim Unterbrustbeleg war ich unschlüssig – nähe da jeweils den Vorderteilbeleg an die Belegrückseite und das Vorderteil an den Belegvorderseite? So hab ich es dann jedenfalls verstanden – somit sind die Nähte schon mal nach innen versteckt. Beim nochmaligen Nachlesen vermute ich, dass der Beleg des Vorderteils gar nicht an den Unterbrustbeleg genäht wird? 

Verwirrt hat mich wieder, dass dann beim Annähen der beiden Belegteile vorn an das untere Vorderteil 4 Lagen zusammen genäht werden sollen – ich hatte nur die – wo soll die 4. Lage sein?

Shirt Schwalbenliebe von Wolkenlos


Diese ganzen Ungereimtheiten in der Beschreibung haben mich lange grübeln lassen, bevor ich dann mal nach bestem Wissen und Gewissen zugeschnitten habe. Vom Nähen haben sie mich aber weiterhin abgehalten, ich war einfach unsicher. Und dann kam noch die Liva dazwischen (davon erzähle ich später). Als es dann aber letzte Woche quasi Sommer wurde, habe ich mich einfach dran gesetzt und alles so zusammen gefummelt, wie es mir richtig erschien. Das mit den Belegen hat übrigens super funktioniert.

Die Tulpenärmel haben mich allerdings ein wenig fluchen lassen: Da man diese ja in doppelter Lage näht und dann zwei Tulpenblätter aufeinander legt, hat man zusammen mit dem Beleg teilweise 6 Lagen Stoff. Und das am Ärmel, der möglichst faltenfrei eingenäht werden soll… Das ist mir dann leider nicht so ganz perfekt gelungen, aber nach einmal Bügeln mit viel Dampf ging es dann ganz gut.

Den Saum habe ich einmal umgeschlagen und mit der Zwillingsnadel festgenäht. Den Dreh mit der Zwillingsnadel habe ich nun raus und dazu auch eine Tutorial geschrieben.

Shirt Schwalbenliebe von Wolkenlos

Das fertige Shirt

Schon beim ersten Anprobieren hab ich mich pudelwohl gefühlt in dem Shirt. Es sitzt wie angegossen und der Stoff ist unfassbar weich. Und ich bin soooo happy, das der Ausschnitt sich perfekt anlegt, da steht nichts an oder klappt nach außen!
Die Seiten passen nicht ganz perfekt aufeinander, die Streifen sind etwas verrutscht. Das passiert mir immer wieder, trotz Abstecken genau an den Stellen. Ich weiß noch nicht, wie ich das besser machen kann, für Tipps und Tricks wäre ich da wirklich dankbar!


Stoff: Mööv von Nautistore

Anpassungen: nächstes Mal würde ich andere Ärmel nähen. Mit den Tulpenärmeln bin ich nicht ganz glücklich, was vermutlich vor allem an dem recht dicken Jersey liegt. Durch die vielen Stoffschichten, ist die Naht richtig dick und steht an den Schultern etwas hoch.


Fazit: ich bin total happy. Sowohl mit Schnitt als auch mit dem Stoff. Das wird garantiert nicht mein letztes Wolkenlos-Shirt gewesen sein. Ich werde noch einmal im Lookbook schmökern, was noch so geht – mir fehlt ja da immer noch etwas die Fantasie… und ich werde auf jeden Fall noch einmal die etwas weitere Variante nähen.

Shirt Schwalbenliebe von Wolkenlos

Mittwoch, 29. März 2017

Tunika Milly

Lange habe ich so ein Schnittmuster gesucht - ich habe nämlich ein Kaufshirt als Tunika, das ich einfach wahnsinnig gern trage. Ich hatte das Schnittmuster bei einer der letzten Rabattaktionen auf Makerist erworben.



Das Schnittmuster kann als Tunika oder als Kleid genäht werden. Ich habe die Tunika-Version mit langen Ärmeln gewählt. Den Ausschnitt könnte man auch mit einem Tunnelzug und einer Kordel nähen.

Das eBook enthält neben dem Schnittmuster und einem Schnittplan eine 18-seitige ausführliche Anleitung. Das Nähen war auch nicht wirklich schwer. Den Ausschnitt habe ich mit einem Schrägband versäubert, den Saum an den Ärmeln und unten habe ich zweimal umgeschlagen und mit einem Zickzackstich genäht.


Den Stoff habe ich im Oktober auf dem Stoffmarkt gekauft, ich meine bei Traumbeere. In das Muster hatte ich mich sofort verliebt und ich bin froh, dass sowas hübsches draus geworden ist. Ich glaube, meine Stoffmarktvorräte sind jetzt so langsam erschöpft - also die vom Oktober ;-)

Nähfehler

Irgendwie fand ich es eine gute Idee, den Halsausschnitt mit einem unelastischen Schrägband zu säumen. War es nicht. Oder ich habe den Saum zumindest am Rücken zu stark gedehnt, jedenfalls klappt er nach außen - hmpf. Aber auch wieder nicht so schlimm, dass ich es nicht trotzdem tragen könnte.




Stoff: Interlock Jersey

Anpassungen: keine

Fazit: Ich liebe das Teil - es trägt sich wunderbar und den Schnitt werde ich bestimmt noch öfter mal nähen, vielleicht auch noch mal mit Kordel

und ja, heute ist wieder Me Made Mittwoch!

Mittwoch, 15. März 2017

Shirt Liv

Basicteile kann man nie genug haben, stimmt's? Interessanter Weise gehört das Shirt Liv von Pattydoo zu den ersten, die ich mir gekauft habe. Und auch der schöne weiche Jersey liegt schon seit dem letzten Stoffmarkt in Potsdam im Oktober (!) bei mir rum. Und trotzdem hat es bis jetzt gedauert, ehe ich mir endlich was draus genäht habe. Kam halt immer was dazwischen!

Shirt Liv von pattydoo
ne, der Saum ist gerade,
das sieht nur so aus ;-)

Jetzt bin ich aber endlich fertig. Und es gefällt mir total gut. Es sitzt (fast) perfekt und macht eine schön schlanke Taille. Vielleicht sollte ich beim nächsten Mal 1-2 cm mehr Brustweite geben? Der Ausschnitt wurde mit einem Bündchen aus dem selben Jersey-Stoff genäht und liegt sehr gut an, nichts steht ab. Puh - davor hatte ich am meisten Angst!

Shirt Liv von pattydoo

Die Säume an Arm und Bauch habe ich mit einem durchbrochenen Zickzack versäumt, nachdem die Zwillingsnadel auch mit den diversesten Einstellungen nur zu einem Wulst geführt hat. Ich vermute, der Stoff ist einfach zu dünn dafür. Die Armbündchen habe ich einfach nur 1cm umgeklappt, für mehr hat der Stoff nicht gereicht. Das Bauchbündchen habe ich 3cm umgeklappt und dann eingeschlagen. Die Länge finde ich jetzt perfekt so.

und weil es noch recht kühl ist,
eine dünne Strickjacke drüber

Wie man einen Ausschnitt kräuselt

Ach ja, erstmalig genäht habe ich hier eine hübsche Raffung. Das ist wirklich nicht schwierig. Im Schnittmuster ist der Teil, der gerafft werden soll durch kleine Markierungen gekennzeichnet. Die habe ich als Knipse auf den Stoff übertragen. Bevor es mit dem zusammen Nähen von Vorder- und Rückteil los ging, habe ich zwischen den Knipsen zwei Heftnähte (längstmögliche Stichlänge) im Abstand von 2 und 4 mm von der Stoffkante genäht. Dabei sollen die Anfangs- und Endfäden auf beiden Seiten lang gelassen werden. Eine Seite der Fäden wird dann verknotet, auf der anderen Seite zieht man an den Oberfäden so lange, bis der Stoff auf insgesamt 6 cm gekräuselt ist. Nun noch den Stoff einigermaßen gleichmäßig verteilen, so dass die Falten etwa gleich groß sind, wobei ein bisschen Varianz auch ganz hübsch ist. Nach dem Annähen des Bündchen mit 7 mm Nahtzugabe sind die Fältchen fixiert und man kann nun die Heftnähte wieder abtrennen.



Schnitt: Liv von Pattydoo

Stoff: Dünner fließender Jersey, den ich als Coupon auf dem Holländischen Stoffmarkt gekauft habe

Anpassungen: Die Ärmel habe ich verlängert, weil ich Bündchen nicht so mag. Waren allerdings immer noch etwas kurz, um zweimal umzuschlagen. Hier könnte ich also noch mal locker 3-4 cm zugeben. 
Und über die Brustweite könnte ich noch einmal nachdenken. 1-2 cm können wohl nicht schaden.

Fazit: Ein toller Basicschnitt, der sehr gut sitzt. Das kann ich mir auch gut als T-Shirt mit kurzen Ärmeln oder sogar mit Puffärmeln vorstellen, vielleicht auch mit leicht gemustertem Stoff.

und ja, heute ist wieder Me Made Mittwoch!

Mittwoch, 8. Februar 2017

Scarlett

Ich bin ein wenig aufgeregt. Ich will heute zum ersten Mal beim Me Made Mittwoch mitmachen. Ich verfolge schon eine ganze Weile, wie jeden Mittwoch wunderbare Frauen (ab und an soll sich dort aber auch mal ein Mann verirren...) selbstgenähte Kleidung vorführen. Ich finde das ganz wunderbar, weil es eben nicht darauf an kommt, ob man einen hochgepimpten Blog hat oder eine Modelfigur oder was auch immer, sondern einfach nur, dass man stolz sein eigenes Werk präsentiert. Das ist wahnsinnig inspirierend - jede Woche wird meine Liste der "das musst Du auch noch nähen"-Links länger und länger.

Aber nun hab ich mich lange genug davor gedrückt. Hier ist mein bisheriges Lieblingswerk: mein Shirt Scarlett mit dem wunderbaren Wasserfallkragen. Ich habe bereits ein Kaufshirt mit einem solchen Kragen, das ich heiß und innig liebe. Es betont einfach die richtigen Stellen und macht eine tolle Taille und bei diesem Shirt hier ist es genauso.


Bei dem Stoff handelt es sich einen wunderbar weich fallenden Strickstoff. Auch hier habe ich wieder mit dem Federstich mit 0.7 cm Breite genäht. Damit komme ich einfach am Besten klar. Die Fotos musste ich ein bisschen aufhellen, damit man was erkennt. Sollte es jemals wieder warm werden, reiche ich noch ein paar Outdoor-Tageslichtfotos nach.



Der Wasserfallauschnitt ist kinderleicht zu nähen, man klappt den Stoff quasi ein, das wird im unten verlinkten Video aber super erklärt.


Außerdem neu war für mich das einfassen mit einem Halslochstreifen am rückwärtigen Ausschnitt. Da war ich skeptisch, aber auch das hat super geklappt und der Ausschnitt liegt hinten schön an.


Schnitt: Scarlett von pattydoo
Stoff: rotschwarz melierter Strick von Stoff'n'Schnitt
Anpassungen: Ich habe nur die Länge um 2 cm gekürzt, das war's. Da ich aber auch kleiner als die Durchschnittsgröße bin, passt das. Die Weite ist genau richtig und auch sonst würde ich nichts anpassen. Es gibt noch einen weniger tiefen Ausschnitt im Schnittmuster, aber ich finde den für mich genau passen.
Fazit: ich liebe dieses Shirt und würde es am Liebsten ständig tragen. Der Stoff ist so wahnsinnig weich und bequem. Und es war wirklich leicht zu nähen. Da mache ich mir bestimmt noch ein paar mehr, für den Sommer noch ein paar Kurzarmvarianten und vielleicht etwas in sehr leichtem Jersey.