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Mittwoch, 27. Dezember 2017

Weihnachtskleid Sew Along - Finale

Ich weiß, ich weiß, ich bin spät dran mit meinem Weihnachtskleid. Aber es ist fertig geworden! An Heiligabend. Um 14 Uhr. 45 Minuten, bevor wir los mussten! Wenn das mal nicht auf-den-Punkt-nähen ist!
Da wir aber gestern noch einmal Besuch hatten, komme ich erst heute dazu, Euch Fotos zu zeigen.

Weihnachtskleid-Sew-Along


Da ich ja schon das Probekleid genäht hatte, war ich beim Ausführen der einzelnen Schritte auch recht sicher. Der Stoff - ein strukturierter Jacquard - war wirklich sehr dankbar, kein Verziehen, kein Wegrutschen, angenehm fest und trotzdem dehnbar, so dass ich auf den Reißverschluss im Rücken verzichten konnte.

Beim Zuschnitt und beim Setzen der Abnäher habe ich mir extrem Mühe gegeben und sehr ordentlich gesteckt, so dass im Ergebnis alle Abnäher perfekt auf einander saßen und auch der Beleg wunderbar passt. Und auch beim Nähen habe ich viel gesteckt und geheftet. Insgesamt betrug die reine Nähzeit daher so um die 6 Stunden. Das ist ziemlich viel für so ein unkompliziertes Kleid, aber dafür sitzt es nun auch so, wie ich mir das vorgestellt habe.

Weihnachtskleid-Sew-Along


Die Seitennähte habe ich erst einmal nur zusammen geheftet, um die Passform zu prüfen. Tatsächlich hatte ich von den Falten im Rock zu den Seiten hin zu viel Stoff. Das konnte ich verbessern, in dem ich zwischen Rockbund und Hüfte auf beiden Seiten noch einmal ca. 1,5 cm Stoff weggenommen habe. Besonders freut mich, dass das Kleid auch im Rücken so gut sitzt und schön anliegt, und das trotz Hohlkreuz!

Außerdem habe ich den Rocksaum erheblich gekürzt, ca. 8 cm. Das war ja am Probekleid auch schon absehbar.

Lediglich die Perlenstreifen auf den Bändern habe ich weggelassen. Erstens habe ich die nicht mehr geschafft, zweitens bin ich mir nicht sicher, ob die mir gefallen hätten. Vielleicht nähe ich sie später noch einmal an.

Insgesamt bin ich mir meinem Kleid sehr zufrieden. Es trägt sich ganz wundbar und auch die übliche Festtagsvöllerei lässt sich in dem Kleid gut aushalten, weil nichts drückt oder kneift.

Weihnachtskleid-Sew-Along


Schnittmuster: Kleid 109 aus der Burda 8/2017

Stoff: aubergine-farbener Jaqcard vom Stoffmarkt für 18 Euro pro Meter vom Stoffmarkt

Gelernt: wie man einen Schlitz in einen Rock konstruiert.

Anpassungen:

  • kurze statt langer Ärmel. Dafür habe ich einfach die Ärmellänge an einem anderen Kleid ausgemessen
  • zwischen Hüfte und Taille etwas schmaler gemacht
  • Saum um 8 cm gekürzt 

(alle Änderungen noch nicht auf das SM übertagen)
Beim nächsten Mal würde ich die Taille noch 2 cm hochsetzen und den Rock dafür nur um 5 cm kürzen. Außerdem würde ich den Saum mit einem Blindstich per Hand annähen, das sieht dann noch schicker aus.

Weihnachtskleid-Sew-Along


Fazit: Ich bin sehr stolz auf meinen zweiten Burda-Schnitt. Es handelte sich ja um einen ausführlich erläuterten Schnitt, da konnte man gut folgen.

Und nun husche ich noch ganz schnell rüber zum me-made-mittwoch, bevor sich dort die Tore schließen!

Mittwoch, 8. November 2017

Knotenshirt aus Burda 11/2017

Sollte ich tatsächlich regelmäßig Leser haben, wissen die ja zumindest, dass ich mir für den Herbst vorgenommen habe, pro Monat mindestens einen Burda-Schnitt zu nähen. Ich erhoffe mir mit der Steigerung des Schwierigkeitsgrads, ordentlich dabei zu lernen. Letzte Woche war es dann für den Oktober so weit. Ich habe mir aus der letzten Burda 11/2017 das Knotenshirt Nr. 109 ausgesucht.

Dabei handelt es sich um ein eher locker geschnittenes Shirt mit einem Wasserfallausschnitt und als Clou einen seitlichen Knoten am Halsausschnitt.


Der Stoff


Laut Beschreibung sollte man einen weich fließenden, dehnbaren Stoff nehmen. Auf dem Stoffmarkt im September hatte ich einen hübschen rotbraunen Viskose-Jersey mit weißen Punkten als Coupon erstanden. Der passte gut und war mit gerade mal 5 Euro auch nicht teuer, so dass ich mich bei einem Fehlschlag nicht geärgert hätte.


Das Nähen


Der Viskosejersey ließ sich super nähen, sowohl mit der normalen Nähmaschine als auch mit meiner neuen Overlock.

Der rückwärtige Ausschnitt wird mit einem Streifen versäubert, da sind die ersten zwei Nähte etwas schief geworden und ich habe sie noch einmal aufgetrennt, ab da lief es aber ohne weiteres Trennen.

Etwas Rätselraten bereitete mir beim ersten Lesen der Beschreibung das Zustandekommen des Knotens, aber wenn man erst einmal die Schnittteile hat und jeweils Nahtzahl an Nahtzahl legt, ergibt sich das eigentlich ganz logisch. Man muss nur ein bisschen puzzeln, um nicht etwa irgendwo die falschen Stoffseiten aneinander zu nähen.

Beim Knoten war ich die ganze Zeit skeptisch, ob das wirklich gut aussieht. Ich hatte den Eindruck, dass der Knoten zu sehr nach außen klappt. Nach dem Einsetzen der Ärmel hat sich das aber gegeben und im Ergebnis finde ich das jetzt ganz gut. Heute erst habe ich gelesen, dass man Nahtband hätte verwenden sollen - hab ich irgendwie vergessen. Damit wäre es vielleicht noch etwas besser geworden?



Lediglich die Beschreibung für das Zusammennähen von Vorder- und Rückteil für den Wasserfallausschnitt habe ich nicht ganz verstanden. Zum Glück hatte ich aber schon mal Pattydoos Scarlett genäht und habe noch mal kurz das Video dort angesehen und schon war mir alles klar.

Die Seitennähte und Ärmel habe ich dann erstmalig mit meiner Overlock genäht und es lief super! Nur die Ärmel habe ich noch mit der normalen Nähmaschine und dem Fake-Overlockstich eingesetzt, an die ordentlich Rundung habe ich mich mit der Overlock noch nicht so getraut, da will ich erst mal mit sanfteren Rundungen üben.

Die Säume habe ich am Bund zweimal 3 cm, am Ärmel zweimal 2 cm ungeschlagen und mit der Zwillingsnadel genäht.


Schnittform


Beim Erstellen des Schnittmusters habe ich vorsichtshalber die Schnittteile von Pattydoos Scarlett aufgelegt. Die Größe passte ziemlich perfekt, Länge und Taille stimmten genau überein, lediglich das Armloch ist etwas kleiner. Und an der Hüfte habe ich am jeweils 1 cm hinzu gegeben - also wie immer quasi.
Bei der ersten Anprobe habe ich mal wieder zu lange Arme festgestellt. Die habe ich um 2 cm gekürzt. Sie sind immer noch etwas lang, aber irgenwie gefällt es mir recht gut.



Schnitt: Knotenshirt Nr. 109 aus der Burda 11/2017

Stoff: Viskose-Jersey vom Stoffmarkt für insgesamt 5 Euro. 1,50 m x 1,40 m

Anpassungen:

  • wie immer etwas breiter in der Hüfte (Schnittmuster ist bereits angepasst)
  • Ärmel um 3 cm kürzen


Fazit: Das Shirt ließ sich super schnell nähen und trägt sich ganz wunderbar. Das Shirt ist schon pfiffig und ein bisschen was Besonderes.

Und nun, husch husch, rüber zum MeMadeMittwoch!