Sonntag, 22. Oktober 2017

Sonntagstalk am 22. Oktober 2017

Hi Ihr Lieben, ich habe eine Weile keinen Sonntagspost veröffentlicht. Ihr kennt das vermutlich, die Wochen nach dem Urlaub sind im Job gern besonders stressig, ich war viel unterwegs und nähtechnisch ist nicht so richtig viel passiert, als das ich jede Woche hätte berichten können. Aber nun hat sich ein bisschen was angesammelt und ich will ja zumindest mal Laut geben. Nicht, dass Ihr denkt, ich wäre schon wieder im Urlaub!

Burda Style


Genäht

Ok, also was hab ich denn nun genäht?
Wenn Ihr mir auf Instagram folgt, habt Ihr vielleicht mein Utensilo gesehen, dass ich mir für meinen Nachttisch genäht habe und in dem meine ganzen Cremes verschwunden sind. Zugegeben, das sind nicht wenige, was aber vor allem auch dran liegt, dass ich noch Urlaubsgrößen aufbrauche. Aber es sah inzwischen so chaotisch aus, dass ich was dagegen tun musste.
Das Schnittmuster für das Utensilo stammt von Pattydoo und ist schnell genäht - wenn man nicht gerade so wie ich die Wendeöffnung vergisst und daher die Naht mit der man Innen- und Außenteil zusammen bringt sage und schreibe 3 (drei!) Mal wieder auftrennt...

Utensilo von Pattydoo


Außerdem beteilige ich mich gerade an einem Probenähen für einen Schal. Ich fürchte, da darf ich Euch noch nichts zeigen, aber ich glaube, es wird hübsch - also "stay tuned!".

Und dann habe ich gestern mit dem Rock "Frau Sinnlich" von Jojolino begonnen, der hoffentlich heute fertig wird.

Und was steht als nächstes auf dem Programm?
Ich hatte ja im Sommer schon angekündigt, mich ab Herbst endlich auf das Nähen aus Zeitschriften, vornehmlich aus der Burda, zu konzentrieren. Nun geht es endlich los.
In der aktuellen Burda ist ein tolles Wasserfallshirt mit Knoten am Ausschnitt enthalten, das will ich unbedingt nähen. Als Stoff habe ich sehr dünnen gepunkteten Jersey in braun ausgewählt.
Als nächstes steht dann endlich das Titelkleid aus der August-Ausgabe auf dem Programm. Ich gestehe, da habe ich ordentlich Respekt vor, das ist ja schließlich Level 3!
Und danach schauen wir mal, vielleicht ein Cardigan für den Winter? Die Mary aus grauem Seidenjersey steht noch aus oder die Strickjacke Minna von Fadenkäfer aus einem schönen weinrotem Strick.

Gekauft

Stoffkauftechnisch war ich äußerst brav, im Oktober habe ich noch nichts gekauft - es steht wirklich erst einmal Nähen und Stoffabbau auf dem Programm!

Aber Nähzeitschriften sind schon wieder in paar eingezogen. An denen komme ich einfach nicht vorbei. Und es gibt eigentlich nichts schöneres als Sonntags gemütlich mit einem Kaffee in den neuesten Zeitschriften stöbern, Pläne zu machen und auf anderen Nähblogs zu stöbern.

Uuuuund, ich habe mir endlich Labels für meine genähten Schmuckstücke bestellt. Gleich verschiedene Sorten, damit ich alle mal ausprobieren kann. Die kamen diese Woche an und wurden schon ganz viel gestreichelt. Wenn ich sie durchgetestet haben, wird einen Blogpost geben, wo ich mehr erzähle, wo ich sie her hab, wie teuer sie waren und natürlich wie sie sich verarbeiten lassen.

Labels von Dortex


Entdeckt

Pattydoo hat eine Softshelljacke veröffentlich, die mich ja auch sehr reizt. Aber ich fürchte, für den Herbst bin ich etwas spät dran, ich werde eher bald einen Wintermantel brauchen. Also wohl eher etwas für das Frühjahr. Hat den Vorteil, dass ich mir jetzt nicht auch noch drei Meter Softshell kaufen muss.

Bei Arte gibt es derzeit eine tolle Serie über die Stoffherstellung in anderen Ländern. Ich habe fast alle Folgen während des Nähens gesehen und kann sie nur empfehlen. Sie sind alle etwas anders, besonders gut hat mir der Bericht Laos gefallen, aber auch die Sticker in Indien fand ich sehr beeindruckend!

Hoodies gibt es wie Sand am Meer, ich habe auch schon zwei genäht und vor allem meine Nelly gefällt mir richtig gut. Jetzt gibt es von DREI EMS eine etwas ausgefallenere Variante mit 3 Knöpfen am Kragen. Die könnte ich mir noch mal vorstellen zu nähen.

Mittwoch, 11. Oktober 2017

College Sweater mit V Ausschnitt

Zu Weihnachten letztes Jahr habe ich das Buch „Jersey nähen“ bekommen, allerdings bisher noch nicht so viel draus genäht. Lediglich den Poncho hatte ich mir ziemlich schnell genäht. Und den trage ich auch sehr gern und häufig.

Letztens habe ich mal wieder zu dem Buch gegriffen und nach etwas Herbstlichem gesucht. Gefallen hat mir der College-Sweater, der im Buch aus dunkelblauem Jersey mit weißen Bündchen genäht wurde.

College Sweater mit V Ausschnitt


Stoffauswahl

Ich habe für den Sweater zu meinem Schwalbenjersey Kenny von Swafing in Schlammgrün gegriffen. Den habe ich schon seit dem Stoffmarkt im Herbst hier liegen und lange nach einem passenden Schnitt dafür gesucht. Vor einer Weile schon fand ich dann irgendwo ein Foto, wo jemand ähnlichen Stoff mit gelben Bündchen kombiniert hat. Das fand ich super und so habe ich vom Stoffmarkt im September einen leuchtend gelben Coupon Jersey mitgenommen. Beide Stoffe passen perfekt zu einander und tragen sich wirklich super. Der Swafing Stoff ist ja etwas fester, richtig tolle Qualität aber trotzdem schön kuschelig. Der gelbe Jersey ist recht dünn, aber als Bündchen doppelt gelegt gut verwendbar und ebenfalls sehr weich und glatt. Beide Stoffe ließen sich super verarbeiten!

College Sweater mit V Ausschnitt


Das Nähen

Beim Nähen war vor allem der V-Ausschnitt eine neue Herausforderung für mich. Das habe ich erst einmal versucht und irgendwie wurde da der Ausschnitt eher rund und nicht mit schöner Spitze. Im Buch fand ich aber eine tolle Anleitung, in der genau beschrieben wurde, wie es geht.

Letztendlich schneidet man auf beiden Seiten des Jerseystreifens am Ende jeweils ein Dreieck heraus und näht dort den Streifen rechts auf rechts zusammen. Die Spitze schneidet man dann ein und kann dann den Jersey längst falten und sieht bereits die Spitze. Diese Spitze legt man jetzt wieder Rechts auf Rechts so auf die Spitze an eine Seite des Ausschnitts, dass die Mittelnaht des Streifens exakt nahtzugabenbreit von der Ausschnittspitze entfernt ist. Dann näht man erst eine Seite etwa 4-5 cm mit einem Geradstich fest. Nun schneidet man wieder die Spitze bis zu Beginn der ersten Naht ein und näht die andere Seite an, wieder nur so 4-5 cm. Jetzt sollte die Naht perfekt auf der Spitze liegen. Ich musste mehrfach stecken, bis mich mit der Lage zufrieden war und mit dem Nähen beginnen konnte. Das hat sich aber gelohnt und sieht wirklich perfekt aus. Dann erst habe ich das restliche Bündchen mit dem Federstich angenäht.

Schulternaht, Ärmel und die übrigen Bündchen habe ich ebenfalls mit dem Federstich genäht, die Seitennähte mit dem Sägezahnstich. Das mag ich an der Seite ganz gern, so kann man die Nähte schön auseinander bügeln, bevor man das Bündchen annäht.

V Ausschnitt nähen


Passform


Genäht habe ich in Größe 46, aber ich glaube, es hätte gern auch die 44 sein können, der Sweater ist an der Schulter etwas breit. Und auch die Ärmel habe ich ordentlich gekürzt. Außerdem habe ich den Bund noch einmal abgemacht und von 10 cm Bundbreite auf 6 cm gekürzt, genauso wie die Ärmelbündchen. Ich bin ja nur so ein Sitzriese, da sehen diese extrem breiten Bündchen einfach nicht gut aus. Die Länge des Sweaters hatte ich zusätzlich um 6 cm gekürzt, die Ärmel um 12 cm.

College Sweater mit V Ausschnitt



Schnitt: College Sweater aus dem Buch Jersey nähen

Stoffe: Jersey Kenny von Swafing in Schlammgrün und gelber Jersey vom holländischen Stoffmarkt

Schnittanpassungen: Nächstes Mal würde ich gern eine Größe kleiner nähen. Dann muss ich die Länge am Saum und der Ärmel noch einmal neu prüfen. Die auf 6 cm gekürzten Bündchen gefallen mir gut.

Fazit: Der Sweater trägt sich wirklich toll. Er ist genau richtig bei jetzt bei sonnigem Herbstwetter. Besonders stolz bin ich auf die V-Ausschnitt. Der ist mir super gelungen und nun weiß ich auch, wie so etwas funktioniert. Mein Kleiderschrank könnte durchaus noch ein oder zwei mehr Exemplare davon gebrauchen. 

Und jetzt noch ganz schnell ab zum MeMadeMittwoch damit!

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Sommertop

Na, seid Ihr schon erfroren bei den aktuellen Temperaturen? Habt Ihr noch einmal Lust auf Sommer, dann kommt mit mir an den Strand. Aber Achtung, die Wellen sind heimtückisch!

Ein Wunschteilchen für meine Urlaubsgardrobe war ein ärmelloses Top, das bei den zu erwartenden Temperaturen in Sri Lanka perfekt an den Strand passen würde. Ein Schnittmuster hatte ich schon vor einer Weile in einer "Simply Nähen" entdeckt.


Der Schnitt:


Das Top sollte eigentlich aus Jersey genäht werden und unten mit einem Gummibund versehen werden. Der Ausschnitt sollte aus einem flach liegenden Baumwollstoff als Ring geschlossen werden. Gummibund, wenn die Hüfte eh schon der breiteste Teil am Körper ist, ist jetzt nicht sooo prickelnd. Also wollte ich unten nur säumen.

Farblich zu zu meiner kurzen Hose passend, hatte ich noch einen schönen Jersey mit bunten Ranken drauf. Als Ausschnitt hatte ich mich statt eines Kragens aus Webware für einen schwarzen Jersey entschieden, mit dem ich auch die Armausschnitte einfassen wollte.

Der Stoff am Ausschnitt wurde jeweils gekräuselt und den Saum unten habe ich mit der Zwillingsnadel genäht.


Was alles schief ging


Was soll ich sagen, eine Meisterleistung wurde dieses Top nicht gerade:

  • der Schnitt ist viel viel viel zu weit für mich, ich habe bestimmt 10 cm auf beiden Seiten weggenommen.
  • die Armausschnitte sind viel zu tief, so dass man viel mehr zu sehen bekommt, als mir lieb ist. Ich musste sie also auch ordentlich verkleinern.
  • die Armausschnitte ließen sich mit dem recht dicken Jersey nicht wirklich schön einfassen, ein hübsches Schrägband aus Webware wäre hier viel eleganter gewesen.
  • der rückwärtige Halsausschnitt ist beim Absteppen etwas ausgeleiert und war vermutlich einfach auch etwas zu lang, da eben Jersey und nicht Webware.
  • Das Annähen des Halsausschnitts hat mir etwas Kopfschmerzen bereitet, weil in den Erläuterungen nicht ganz klar wurde, wie man das so löst, dass man keine Nähte außen sieht. Zum Glück erinnerte ich mich an den Schnitt Lady Topas, der so ähnlich aussieht und deutlich besser Erklärungen liefert. Damit klappte es dann ganz gut.


Nun ja, für den Urlaub und einen Tag am Strand war es trotzdem schön und wir hatten beim Shooting am Strand von Tangalle viel Spaß. Die Wellen dort im Indischen Ozean haben eine enorme Kraft, kein vorgelagertes Riff bremst sie ab. So steht man 5 Meter vom Wasser entfernt im Sand, ab zu werden mal die Füße nass ... und plötzlich kommt eine große Welle und man steht bis zur Hüfte im Wasser und die Hosen sind nass.


Fazit:


Schnitt: Top aus der Simply nähen 4/2017

Stoff: Jersey (gekauft bei stoffversand4u für 17,20 Euro/m)

Fazit: noch einmal würde ich diesen Schnitt eher nicht nähen. Statt dessen würde ich zur Lady Topas greifen und hoffen, dass der Schnitt besser sitzt.

Mit diesem Beitrag bin ich erstmals seit der Sommerpause wieder beim MeMadeMittwoch dabei. Diese Woche geht es um die Details in unseren selbstgenähten Kleidungsstücken. Ich gestehe, bei diesem Top haben mit die Details eher zur Verzweiflung gebracht. Aber ich glaube, ich habe zumindest wieder einmal dazu gelernt, z.B., dass man bei der Streifenversäuberung sehr auf die Stoffart achten sollte, und auch wie man so einen hübschen "Kragen" näht.

Sonntag, 1. Oktober 2017

Sonntagstalk am 1. Oktober 2017

Es war etwas ruhig hier im letzten Monat, nicht wahr? Vielleicht habt Ihr es ja schon geahnt, schließlich habe ich in letzter Zeit öfter mal von der Urlaubsgardrobe gesprochen. Genau, wir waren im wohlverdienten Sommerurlaub in Sri Lanka. Es war schön - wir haben auf einer Rundreise unglaublich viel gesehen und am Ende in einem tollen Boutique-Hotel herrlich entspannt. Das kleine Land (gerade mal so groß wie Bayern!) ist unglaublich vielseitig mit lauten und dreckigen Städten, wunderschöner Landschaft und Natur, sehr freundlichen Menschen und nicht zuletzt traumhaft schönen Stränden.

Da habe ich natürlich auch die Teilchen aus meiner Urlaubsgardrobe getragen, vor allem meine kurze Hose, die ich neulich schon gezeigt habe und mein kurz vorher fertig gewordenes Top (Blogpost steht schon in den Startlöchern).



Genäht habe ich natürlich nicht, aber so ganz nähfremd war das trotzdem nicht.

Sri Lanka hat nämlich eine relativ große Textilindustrie und so waren wir auch in einer Batikfabrik. Batik kennen die meisten von uns aus der Hippie-Ära als mal mehr und mal weniger stark gefärbte Stoffe. Aber in Sri Lanka werden die Stoffe nicht einfach nur gefärbt, es werden richtige Bilder mit Wachs gezeichnet und die Stoffe immer wieder in unterschiedlichen Intensitäten gefärbt, so dass man am Ende ein wunderschönes Stoffbild erhält.

Auf dem Foto hier könnt Ihr sehen, wie eine Arbeiterin das Wachs sehr fein auf den noch weißen Stoff aufträgt:

Batikmanufaktur in Kandy/Sri Lanka

Um ein ganzes Bild fertig zu bekommen, sitzen die Arbeiterinnen Wochen dran. Das fand ich ziemlich faszinierend! Schaut mal, hier habe ich ein Video dazu gefunden.

Leider gab es in dieser Manufaktur keine Stoffe am Ballen zu kaufen, sondern nur fertige Kleidungsstücke, vor allem Saris. Ich habe mir einen Baumwollsari in einem kräftigen Rot gekauft, aus dem ich mir eine Bluse schneidern möchte.

Batikstoff aus Batikmanufaktur in Kandy/Sri Lanka

In Colombo waren wir dann noch im Pettah-Market. Eigentlich kein Markt, sondern ein ganzes Stadtviertel voller kleiner Händler, wo es quasi ALLES zu kaufen gibt. So gibt es auch eine ganze Straße voller Stoffläden, vor allem ganz kleine, vollbepackt mit Stoffen bis zur Decke. Allerdings war es an dem Tag brütend heiß mit hoher Luftfeuchtigkeit, dazu ein unglaubliches Gewühl und Gequirl in den Straßen, so dass das Shoppen schon sehr anstrengend war. In ein paar Lädchen habe ich gestöbert, aber ich muss auch sagen, dass das Angebot hauptsächlich aus billiger Baumwolle bestand und ein paar Ballen Viskose. So schöne Batikstoffe, wie ich mir eigentlich erhofft hatte, habe ich leider nicht gefunden. Mein Eindruck war, dass der Markt von Billigware aus China (?) überschwemmt wird und die lokale Produktion verdrängt.

In einem etwas größeren Laden habe ich dann aber noch ein sehr hübsches Stück Viskose gefunden, mit Sri Lankas Nationalblume, der Seerose, drauf. Da werde ich mir für nächsten Sommer ein hübsches Kleid draus nähen.

Stoffladen in Colombo/Sri Lanka

Viskose-Stoff mit Sri Lankas Nationalblume, der Seerose

Dann war ich diese Woche mal wieder bei den Rotznasen & Zuckerschnutzen, da ich nebenan mein Fahrrad zur Inspektion gegeben habe und eine Stunde Wartezeit rumbringen musste (ich Arme!). Der Laden entwickelt sich immer mehr zu meinem Lieblingsladen. Das Angebot ist einfach riesig und die Mitarbeiter dort sind sehr nett und immer für einen Nähplausch zu haben. Mitgenommen habe ich einen Romanitjersey in Salz und Pfefferoptik, aus dem ich mir einen Rock nähen werde, sowie noch einmal ein Stück von einem Double Gauze, den ich schon habe, aber leider zu wenig, weil ich das amerikanische Breitenmaß beim Kauf übersehen habe. Aus dem Stoff soll die Tunika Olivia von Pattydoo entstehen.

Einkauf bei Rotznasen & Zuckerschnuten

Nähpläne


Und wie geht's weiter? Nun ja, mit Sommergardrobe hat es sich jetzt wohl. Nun geht es so langsam darum, für den Herbst und Winter zu schneidern.

Bereits begonnen habe ich mit einem College-Sweater aus dem Buch "Jersey nähen". Der wird hoffentlich heute fertig. Ich verwende dafür meinen oliv-grünen Schwalben Jersey und gelbe Bündchen.

Dann werde ich mir aus dem gerade gekauften Romanit-Jersey den Rock "Frau Sinnlich" von Jojolino nähen. Den Ausschlag haben die Fotos von Steffi von Feierabendfrickeleien gegeben. Ihr steht der Rock ganz wunderbar und sowas will ich auch!

Nicht vergessen ist mein Vorsatz, mehr aus meinen Zeitschriften zu nähen. Ganz vorn dabei ist das Titelkleid der Burda 8/2017. Dafür möchte ich den Aubergine-Farbenen Modal PRANTERO von Raxn verwenden. Ich gestehe, ich habe etwas schiss - das wird wohl ein größeres Projekt.

Und dann hätte ich gern noch eine kuschelige Strickjacke. Das eBook Minna von Fadenkäfer reizt mich da sehr und ein roter Strickstoff liegt schon bereit.

Sonntag, 10. September 2017

Sonntagstalk am 10. September 2017

Gekauft


Öhm. Ja. Es war Stoffmarkt. Muss ich mehr sagen?
Mein Stash ist signifikant gestiegen....
Aber hey, ich habe keine Zeitungen gekauft.

Stoffmarktausbeute


Genäht


Ich war fleißig! Ich habe Euch ja letztens schon die tolle kurze Hose gezeigt, die ich mir für den Urlaub genäht habe. Jetzt ist aus dem selben Schnittmuster noch eine lange Hose entstanden. Dieses Mal habe ich ein gewebte Viskose-Baumwoll-Gemisch genommen und den Bund aus Jersey genäht - ohne Ösen, nur mit eingenähtem Gummiband. Und die Hose ist super bequem und perfekt für den Urlaub!

Außerdem habe ich mir noch ein Top genäht. Das Schnittmuster habe ich aus einer Simply Nähen, allerdings etwas abgewandelt, sowohl in der Stoffwahl als auch im Schnitt. Naja, so richtig zufrieden bin ich nicht. Es war viel viel viel zu weit und der Halsausschnitt ist mal wieder ausgeleiert. Mit ein paar Änderungen ist es tragbar und für den Urlaub ok, aber ganz sicher nicht mein Meisterstück.


Entdeckt


Ich bin völlig vernarrt in Podcasts, eigentlich egal zu welchem Thema. Zum Nähen aber natürlich ganz besonders. In deutsch kenne ich leider nur einen (5 cm Nahzugabe), von dem es momentan aber auch nur noch selten neue Folgen gibt. Also müssen wir auf Englische ausweichen. Kein Problem, da gibt es nämlich einiges. Hier habe ich eine ganze Liste gefunden.
Und ich höre mich durch.

Zuerst habe ich Sewing Out Loud gehört. Der Podcast wird von Zede (der Mutter) und Malory (der Tochter) gesprochen. Sie erzählen vor allem über ihr eigenes Nähbusiness und geben Tipps zum Nähen. Die Soundqualität ist sehr gut. Aber ich gestehe, mehr als drei Folgen habe ich nicht geschafft. Die beiden gehen mir auf den Keks. Vor allem Zede fällt ihrer Tochter ständig ins Wort und sie haben auch einige merkwürdige Ansichten. Außerdem gibt es relativ viel Werbung. Und dass sie eine Stunde sich quasi nur darüber beschwert haben, wie schwierig es doch sei, Nähvideos zu machen: Mädels, dann lasst es doch!

Also bin ich zum nächsten gehüpft und habe dem Maker Style Podcast probiert. Der Podcast wird von der 21-jährigen Rachel gesprochen. Sie ist so das typische All-American Girl. Alle sind "supersweet" und "awesome" und alles ist "soooo exciting". Aber irgendwie ist sie sympathisch und ich mag ihre Interviews mit anderen Näherinnen, die sich mit dem Nähen ein Business aufgebaut haben. Leider ist ihre Soundqualität nicht immer besonders gut, aber ich habe bisher ja nur ihre ersten Podcasts gehört und hoffe, dass es besser wird. Ihre Shownotes sind auch Klasse, da gibt es ständig Neues interessantes zu entdecken!

Donnerstag, 31. August 2017

Kurze Hose aus Holidayhose von lenipepunkt

Wie für so viele andere Frauen auch, ist Hosen kaufen für mich immer ein Graus. Mir passt einfach nichts von der Stange. Für die meisten Marken bin ich zu kurz bei zu viel Hintern und zu viel Taille. Dazu noch ein hübsches Hohlkreuz und das Chaos ist perfekt. Wenn ich eine Hose über den Hintern bekomme, steht sie garantiert im Rücken meterweit ab, so dass selbst Gürtel anfangen zu weinen. Kurz danach ist es dann meist bei mir so weit, wenn ich die drölfzigste Hose in der Umkleidekabine zur Seite packe…

Für den noch anstehenden Sommerurlaub in tropischen Gefilden brauchte ich unbedingt noch eine kurze Hose und ich hatte wenig Lust, mir wieder das Hosenkauf-Drama anzutun. Also warum nicht mal probieren, selbst was zu schneidern? Aber ist das nicht viel zu kompliziert, weil Reißverschluss und ich garantiert 97 Abnäher an den unterschiedlichsten Stellen brauche und überhaupt?

Als lenipepunkt ihre Holiday-Hose veröffentlicht hat, hab ich also mal allen Mut zusammen genommen. Die sah nämlich schick aus und mit Gummizug auch nicht zu kompliziert, für ein Nähanfängerhascherl wie mich.

Kurze Hose nähen nach holidayhose von lenipepunkt


Der Stoff:


Bei idee habe ich dann einen tollen leichten Baumwolljersey gefunden, der etwas Stand hat und etwas dehnbar ist. Außerdem braucht man noch etwa 1 m Gummiband und etwa 80 cm Kordel für den Bund.

Das Nähen


Beim Schnittmuster habe ich erst einmal einen Schreck bekommen, weil die Größentabelle mir eine Größe angegeben hat, die ich bisher noch nie gebraucht habe. Aber Schreck beiseite, ich muss ja kein Größenlabel einnähen! Für die Hüfte habe ich dann vorsichtshalber gleich noch ein bisschen mehr dazu gegeben.

Das Nähen hat ganz gut funktioniert. Ich habe mich hier strickt an die wirklich gut beschriebene Anleitung gehalten. Zuerst habe ich alle Schnittteile mit dem Fake-Overlockstich und entsprechendem Füßchen versäubert. Auf die Taschenkanten habe ich Nahtband aufgebügelt, damit die Kante nicht ausleiern kann. Und ich kann stolz behaupten, dass ich Eingrifftaschen so langsam beherrsche – die hatte ja auch mein Hollyburn Rock schon.

Kurze Hose nähen nach holidayhose von lenipepunkt

Das Anpassen


Die Seiten habe ich dann erst einmal mit einem Heftstich genäht, um zu gucken, ob es passen würde. Und? Genau das gleiche Problem, wie bei Kaufhosen auch. An der Hüfte recht eng, an der Taille um einen halben Meter zu viel. Aber hey, dafür nähen wir ja, um Schnitte auf uns anpassen zu können! Also habe ich an den Seiten jeweils 3 cm in einem Keil verengt. Schon besser, aber im Rücken immer noch zu viel Stoff. Also habe ich hier 2 Abnäher genäht – einfach frei Schnauze jeweils 11 cm tief und 3 cm breit. Bei der nächsten Anprobe hättet Ihr mich durchs Zimmer hüpfen sehen können – es passte – ein bisschen höher hätte es sein dürfen, aber dafür kommt ja noch ein hoher Bund ran! 

Ösen anbringen


Nun nur noch schnell den Bund annähen und fertig. Öhmmmm – „nur noch schnell“ war natürlich Murks, sprich, der Bund falsch rum dran mit den Ösen nach innen. A propos Ösen – hiermit habe ich gleich noch einmal Neuland betreten. Zum Glück habe ich es erst auf einem Probestück getestet, die ersten Ösen waren nämlich auch vergnießdattelt, bis ich verstanden habe, wie rum ich die Zange halten muss, wie das Werkzeug da rein muss und wie die Ösen. Auch das ist irgendwie eine Wissenschaft für sich! Zum Glück gibt es Youtube-Videos! Den Bund habe ich also noch einmal abgetrennt und richtig rum genäht. Dann noch schnell säumen und ich konnte mich über eine gut sitzende kurze Hose freuen.

Aus dem gleichen Schnittmuster will ich mir noch eine lange Hose nähen. Dafür habe ich eine nicht dehnbare Viskose ausgesucht und sogar schon zugeschnitten. Hier habe ich dann noch eine Änderung für mehr Po eingefügt und mich dabei an die Anleitung im Burda Buch „Nähen leicht gemacht“ gehalten. Das ist wirklich super erklärt. Ich bin gespannt, wie diese Hose sitzen wird.

Kurze Hose nähen nach holidayhose von lenipepunkt

Stoff: Baumwolljersey von idee, etwa 1,20 m. Gekauft habe ich 1,50 m für insgesamt 12,60 Euro im Sommerschlussverkauf. Kordel von Alles für Selbermacher

Anpassungen: In der Hüfte etwas breiter, dafür in der Taille in den Seiten jeweils 3cm enger und zusätzlich hinten 2 Abnäher. Hinter Mitte etwa 1,5 cm mehr Höhe.

Fazit: Meine erste Hose! Und ich bin wirklich zufrieden - so sehr, dass ich sogar schon Stoff für eine lange Hose nach gleichem Schnittmuster geschnitten habe.

Kurze Hose nähen nach holidayhose von lenipepunkt

Ab damit zu rums.

Sonntag, 27. August 2017

Sonntagstalk am 27. August 2017

Gekauft


Keine Stoffe!
Aber dafür bin ich mit den Nähzeitschriften etwas eskaliert. Endlich habe ich die La Maison Victor im Laden entdeckt, da schwärmen ja so viele Näherinnen von. Aber ich muss gestehen, ich bin ein bisschen enttäuscht. Für den Preis sind nur wenige Schnittmuster enthalten und die hauen mich auch nicht gerade vom Hocker. Außerdem habe ich mit mal die Simply Nähen gegönnt und die gefällt mir richtig gut. Da sind viele schöne Schnitte drin. Und naja, die aktuelle Burda natürlich.




Genäht


Ich war fleissig und habe wir angekündigt ab meiner Urlaubsgardrobe gearbeitet. Eine kurze Hose ist fertig geworden und auf die bin ich richtig stolz. Hosen kaufen ist bei mir nämlich immer ein Akt: viel Hintern, Hohlkreuz und relativ schmale Taille. Da passt einfach nichts von der Stange. Und was soll ich sagen: die kurze Hose passt! Ich musste ein bisschen anpassen, aber das erzähle ich Euch diese Woche in einem eigenen Post etwas näher.

Außerdem habe ich schon Stoff für eine lange Hose nach gleichem Schnittmuster und für ein Top geschnitten.


Entdeckt


Es gibt einen neuen Podcast zum Thema nähen: Love to sew. Gesprochen wird dieser von Helen von Helen's Closet und von Caroline von Blackbird Farbrics. Bisher habe ich die erste Folge gehört, in der sich die beiden vorstellen (sehr sympathisch übrigens) und die zweite, in der Jenny Rushmore interviewt wird. Jenny hat mit Cashmerette anscheinend sehr erfolgreich (und sehr professionell von dem was sie erzählt) ein Curvy Sewing Label auf die Beine gestellt. Die Schnittmuster auf ihrer Seite gefallen mir recht gut, z.B. ist da ein Kleid, in das ich mich ein bisschen verliebt habe und das auf meine Weihnachtskleid-Short List kommt. 

Und irgendwie habe ich über die Links zu den Podcasts einen interessanten Artikel zum Organisieren von Schnittmustern gefunden: How to organize your sewing projects with Trello. Trello ist so eine Art listenbasiertes Orga-Tool von dem ich in anderem Zusammenhang (To do's mit KANBAN) schon gehört habe. Da ich Listen und sortieren und überorganisieren ja mag, hab ich das gleich mal angefangen umzusetzen. Mal schauen, wie weit ich komme. Ich werde berichten!


Gibt es noch mehr so verrückte wie mich, die alles inventarisieren, katalogisieren und sortieren müssen? Wie macht Ihr das?

Sonntag, 13. August 2017

Sonntagstalk am 13. August 2017

Während der beste Grillmeister der Welt gerade die Medaille für den Sieg der Staffel beim 100 Meilen von Berlin-Lauf entgegen nimmt, erzähle ich Euch, was sich bei mir so nähtechnisch ergeben hat.

Gekauft


Bevor es im Herbst in den Sommerurlaub geht, möchte ich meine Urlaubsgardrobe noch ein bißchen aufmotzen.

Dafür brauchte ich noch etwas passenden Stoff. Wie das immer so ist, man hat zwar viel Stoff zu Hause, aber irgendwie doch nicht den richtigen. Zum Glück ist bei idee schon Sommerschlussverkauf für die Sommerstoffe, so dass man da 30% sparen kann.

Stoffe von idee


Außerdem habe ich noch ein paar passende Schnittmuster erworben. Die holiday Hose von lenipepunkt sieht sehr bequem aus und man kann sie in kurz und in lang nähen.  Dann habe ich noch bei Nähkind zugeschlagen und mir das Kleid Honigsüß und die Tunika Prachtmädchen bestellt.

Genäht


Naja, so richtig viel voran gekommen bin ich nicht.

Von meinen Sommerurlaubsplänen habe ich ja schon erzählt. Vor allem eine kurze Hose und eine dünne Relaxhose für den Flug brauche ich noch, das ein oder andere Top und ein Kleidchen wäre auch nicht verkehrt. Und das Bikini-nähen habe ich mir ja auch in den Kopf gesetzt.

Begonnen habe ich mit dem Bikini nach dem Schnitt Victoria von Pattydoo. Da habe ich mir erst mal aus einen Jersey eine Probehose genäht. Statt des breiten Gummis habe ich einfach nur mit Wäschegummi gesäumt. Die passt auch ganz gut, etwas höher darf sie gern werden, dafür einen an den Seiten 1 cm weniger.
Viele nähen sich ja Unterwäsche aus Jersey  - ich glaube, das ist auf Dauer nichts für mich, ich mag Microfaser dann doch deutlich lieber.

Bikini Victoria von Pattydoo nähen


Da mir das aber mit dem Bikini doch alles etwas zu lange dauert - ist ja eine ganz schöne Fummelei - habe ich das Projekt erst mal beendet und nun mit der Holiday-Hose weiter gemacht. Da brauche ich ja nur ein Schnittmuster, das ich sowohl für die lange als auch die kurze Hose nutzen kann. Mit der kurzen habe ich angefangen, da bin ich auch schon recht weit. Die wird wohl sogar heute fertig. Ich bin ja sehr gespannt, wie sie sitzt! Das wird übrigens meine erste  selbst genähte Hose!

holiday Hose von lenipepunkt


Danach mache ich dann mit dem Top weiter. Entweder die Lady Topas oder ein Top, das vor einiger Zeit in der Simply nähen enthalten war.

Achja, einen neue Nähzeitschrift durfte natürlich auch einziehen: die "Meine Nähmode" von Simplicity habe ich mir ausgesucht. Die hat wirklich schöne Schnittmuster, nicht zu ausgefallen, aber trotzdem sehr vieles dabei, was ich mir gern nähen würde. Könnte mir jetzt bitte noch jemand entsprechend Zeit freischaufeln? Ich habe hier inzwischen mit den Zeitschriften so viele Schnittmuster hier, dass ich wohl die nächsten 10 Jahre nähen könnte. Komischer Weise nähe ich fast nur Schnittmustern aus eBooks. Das will ich ändern. Ab Herbst setze ich mir die Challenge, pro Monat mindestens ein SM aus einer Zeitschrift zu nähen. Ich bin mal gespannt, ob das klappt.

Entdeckt


Schon vor einer ganzen Weile habe ich Schnittherzchen gelesen - einem Plotterservice für Schnittmuster. Da ich ja das Ausdrucken, Schneiden und Kleben hasse, weil es so unendlich viel Zeit kostet, musste ich den Service natürlich mal ausprobieren. Ich werde da in einem späteren Post noch einmal genauer drüber berichten, aber kurz gesagt: es funktioniert super, man muss nur ein paar Tage Geduld haben, bis das Schnittmuster zu Hause eintrifft.




Dienstag, 1. August 2017

Shirt Anton aus Lycra

Der beste Grillmeister der Welt kann nicht nur nur hervorragend grillen, erst ist auch noch leidenschaftlicher Läufer und sogar schon Marathon gelaufen. Und er hat auch mich zum Laufen gebracht, schon ein kleines Wunder - auch wenn ich längst nicht so diszipliniert bin.



Als die Shapelines-Lycras von Mamasliebchen erschienen sind, habe ich mir in den Kopf gesetzt, ein Laufshirt für meinen Besten zu nähen. Als der Lycra dann eeeeendlich da war (eine Woche vor Henrys Geburtstag...), war ich skeptisch, ob der Stoff wirklich für ein Shirt geeignet ist, da er doch recht dick ist - also eher Badeanzugstoff, weniger Sportfunktionsstoff. Na gut, ist halt Lycra...



Das Schnittmuster war dann relativ schnell gefunden: Das Muskelshirt Anton von Mamili_1910 sollte es werden. Das Vorbereiten des Schnittmusters ging schnell, letztendlich sind es ja nur zwei Teile je eins für Vorder- und Rückseite, die im Bruch geschnitten werden. Und dann noch die Streifen für die Ausschnitte.



Das Schneiden des Lycras ging recht gut. Der rutscht zwar etwas, aber gut gesteckt klappt das mit dem Rollschneider gut. Das Annähen des Ausschnittstreifens hat auch noch gut geklappt. Nicht schön wurden die Armausschnitte. Da waren die Streifen zu kurz und der Stoff schlug Falten - also noch einmal abtrennen, Streifen länger schneiden und erneut annähen. Viiiiel besser, auch wenn ich nicht 100% glücklich bin mit den Ausschnittstreifen. Ich fürchte, die Oberfadenspannung war etwas zu fest.
Genäht habe ich alle Nähte und auch die Streifen mit dem Sägezahnstich. Lediglich den Saum habe ich dann mit dreifach geteiltem Zickzackstich angenäht.


Und was sagt der beste Grillmeister zu seinem neuen Laufshirt: er war tatsächlich begeistert. Es trägt sich wohl total angenehm, sitzt perfekt und nichts reibt, selbst dann nicht, wenn es nass wird. Er hat sogar um ein Langarmshirt aus dem Stoff gebeten.

Schnitt: Muskelshirt Anton von Mamili_1910

Stoff: Lycra "Shapelines" von Mamasliebchen, etwa 1 m

Anpassungen: um etwa 3 cm verlängerte Ausschnittstreifen für die Arme

Fazit: Mein erstes Mal mit Lycra lief recht gut. Gut, dass ich noch viel davon habe und weitere Projekte damit angehen kann: Bikini, Laufhose, ggf. noch ein Langarmshirt.


Sonntag, 30. Juli 2017

Sonntagstalk am 23. Juli 2017

Gekauft


Menno. Ich habe schon wieder Stoff gekauft.
Susanne von Raxn hat in ihrem Shop ein paar Reststücke ihrer Designs verkauft. Da hab ich zugeschlagen.
Die sind aber auch schön. Dieses Mal habe ich zwei Mal 2,50 m genommen, weil ich festgestellt habe, dass für die Kleider, die ich gern nähen würde, 2 Meter in der Regel nicht reichen.


Genäht


Meine Sara habe ich Euch ja schon gezeigt. Ansonsten nix. Nada. Ich hab irgendwie eine Blockade. Bei meiner Nähkind-Bluse geht es nicht so recht weiter, ich trau mich nicht so recht an den Saum und außerdem weiß ich jetzt schon, dass sie mir so 4 Kilo zu eng ist und da fehlt natürlich auch etwas die Motivation. Vermutlich sollte ich sie einfach mal von Püppi nehmen und tief im Stand verstauen. Und dann auf zu Neuem.

Eins der nächsten Projekte wird wohl ein Bikini werden. Lycra habe ich ja genug da.
Letzte Woche ist von TINAlisa Schnittdesign eine Bademodenkollektion "Marylin" erschienen. Die Hose gefällt mir recht gut. Das Oberteil finde ich allerdings nicht so optimal, weil man es hinten nicht öffnen kann. Da ich nach dem Baden gern den nassen Bikini wechsel, ist das äußerst unpraktisch. Bei der wunderbaren Ina von Pattydoo ist diese Woche das Schnittmuster Victoria erschienen. Da gefällt mir insbesondere das Oberteil schon viel besser. Das wird es also werden.
Bei Sewunity habe ich noch einen Beitrag zum Verarbeiten von Badelycra findet gefunden.Und hier in der AllesNähbar hab ich auch noch etliches Spannendes entdeckt.
Natürlich brauche ich dann noch ein paar Zutaten wie Badegummi und Verschlüsse. Die bekomme ich bei Sewy. Eine kleine Bestellung wurde schon aufgegeben.

Entdeckt


Von Freulein wurde eine hübsche Strickjacke veröffentlicht, die perfekt für den Herbst ist: Betty. Die Jacke wird aus etwas festeren Stoffen genäht und mir gefällt der geradlinige Schnitt. Nähbeispiele gibt es z.B. hier bei Prülla.

Ich hab noch ein hübsches Kleidchen entdeckt, ein Boho-Kleid. ich bin mir nicht sicher, ob das was für mich ist, aber irgendwie reizt es mich doch sehr.

Bei Nahtzugabe 5cm gibt es eine neue Podcast-Folge. Dieses Mal mit Daniela von Damned Snob. Sie erzählen sich gegenseitig, was sie so nähen. Ich muss gestehen, ich finde es dieses Mal nicht ganz so interessant wie sonst.

Erlebt


Ich habe mich getraut und den Berliner Kreativ-Stammtisch besucht. Organisiert wird der monatlich von Diana vom Stoffgeschäft Volksfaden. Und es hat sich gelohnt :-) Ich hab ganz nette Mädels kennengelernt, z.B. Steffi von Feierabendfrickeleien, die ich von Facebook ja schon ganz gut kenne oder Lena von Berlinerie, deren Schnittmuster ich schon bewundert habe. Nach einem gemütlichen Schnack bei Getränken und Essen in einem Restaurant waren wir bei Katja von Stoff'n. Bei ihr kann man seine eigenen Design drucken lassen. Spannend! Und nun freue ich mich schon auf's nächste Mal.

Donnerstag, 27. Juli 2017

Tanzschuhbeutel nähen

Was Ihr vermutlich noch nicht wisst: Der beste Grillmeister und ich tanzen leidenschaftlich gern. Einmal die Woche traben wir in unsere Tanzschule und üben Slowfox, Quickstep, Walzer und Co. Und damit das gut klappt, haben wir natürlich auch Tanzschuhe. Die geben Halt, haben eine besondere Sohle, die extra für Tanzparkett geeignet ist und sind zudem noch bequem.

Wenn man zu Tanzstunden oder Bällen geht, schleppen alle ihre ultrahässlichen Tanzschuhbeutel der 3-4 bekannten Marken mit sich rum. Die sind nicht schön, schützen aber die Schuhe. Nun sahen unsere schon besonders abgeranzt aus, also warum nicht selbst welche nähen?

Tanzschuhbeutel nähen


DIY Sets von Alles für Selbermacher


Bei Alles für Selbermacher gibt es DIY-Sets, die einen süß bedruckten Stoff in passender Größe und die dazugehörige Kordel enthalten. Ich habe zwei zu uns passende Sets ausgesucht: für mich einen Tanzbärin und für Henry den Superhelden. Ich liebe diese Motive, die sind einfach zu süß.

Für die Turnbeutel ist kein Innenfutter vorgesehen, da Tanzschuhe aber einerseits auch mal schmutzig sein können und andererseits auch ein bisschen mehr geschont werden sollen, habe ich mich entschieden, das Schnittmuster etwas umzuwandeln. Ich habe also in gleicher Größe wie der Außenbeutelstoff aus Stoffresten passende Innenbeutel geschnitten und diese mit Vlieseline verstärkt, um noch etwas mehr Stabilität zu bekommen.

Tanzschuhbeutel nähen

Innenbeutel nähen


Dann habe ich Außen- und Innenbeutel jeweils separat wie vorgesehen genäht. Sprich bei den Außenbeuteln habe ich die unteren Ecken verstärkt, unten Schlaufen mit eingenäht und oben an den Seiten auf beiden Seiten einen Schlitz für die Kordel gelassen. Die Innenbeutel hab ich einfach nur zusammen genäht und unten einen Wendeöffnung gelassen. Dann habe ich den Außenbeutel auf links gedreht und den Innenbeutel rechts auf rechts reingesteckt und oben zusammen genäht. Dann wurden die Beutel gewendet, die Wendeöffnung geschlossen und mit zwei Nähten in Höhe der seitlichen Schlitze ein Kordeltunnel genäht. Nun musste nur noch die Kordel durch und schon waren zwei süße Tanzschuhbeutel fertig.

Tanzschuhbeutel nähen


Schnittmuster und Stoff: DIY-Sets von Alles für Selbermacher

Anpassung: Verstärkter Innenbeutel hinzugefügt

Fazit: Tolle Sets, alles ist drin, die Beschreibung ist super und die Beutel sind sehr schnell genäht. Sie eigenen sich auch toll für Nähanfänger oder für Kinder.

Ich bin heute zum ersten Mal bei RUMS dabei.

Samstag, 22. Juli 2017

Sara aus maritimen Double Gauze

Einfache Shirts kann man ja nie genug waren, nicht wahr? Als Pattydoo das Shirt Sara vorgestellt hat, war mir sofort klar, dass ich es würde nähen wollen. Allerdings habe ich mich bei der Stoffauswahl dann doch irgendwie schwer getan. Normaler Jersey war mir zu schwer, meine Blusenstoffe irgendwie zu dünn.

Shirt Sara von Pattydoo


Stoffauswahl


Als ich das letzte Mal bei Rotznasen und Zuckerschnuten war (und eigentlich nur rotes Wäschegummi kaufen wollte...), habe ich diesen wunderschönen cremefarbenen Double Gauze mit kleinen blauen Ankern entdeckt. Der fasst sich sooo schön weich und leicht an! Perfekt!

Und der Stoff lässt sich auch noch super verarbeiten. Verwendet habe ich immer eine Universal-Nadel, total problemlos. Ich habe erst die offenen Kanten mit einem Overlock-Stich und dem Overlock-Fuß versäubert und dann mit dem Geradstich zusammen genäht. Das ist so herrlich unkompliziert.

Den Saum habe ich mit der Zwillingsnadel genäht - dieses Mal habe ich nicht die Stretch-Nadel genommen, sondern die Universalnadel, die meiner Nähmaschine bereits bei lag. Die ist mit 2 mm Breite sehr schmal, das hat aber den enormen Vorteil, dass sich keine "Wurst" zwischen den beiden Stichen bildet.

Shirt Sara von Pattydoo


Was hab ich gelernt


Ina stellt in ihrem Video die "feine Art" der Ausschnitt-Versäuberung vor. Dabei wird ein Streifen rechts auf rechts auf den Ausschnitt genäht, dann an der Naht nach innen geklappt. Der Streifen soll nun um die Nahzugabe rumgeklappt werden und dann noch einmal abgesteppt werden. Beim Halsausschnitt habe ich schon gemerkt, dass der Ausschnittstreifen nicht breit genug ist, um ihn zweimal umzuklappen. Vielleicht habe ich ihn mit zu viel Nahtzugabe angenäht. Also hab ich einfach nur die Nahtzugaben zurück geschnitten und den Streifen drüber geklappt und von außen angenäht.

Die Armausschnittstreifen habe ich etwas breiter als vorgesehen geschnitten. Wieder Nahtzugaben zurück geschnitten und dann klappte es besser. Man muss allerdings sehr sorgfältig stecken, damit nichts rausrutscht. Dabei habe ich den 1/4" Quilt Fuß verwendet und von rechts genäht, damit ich in schön gleichmäßigen Abstand nähe. Hat soweit gut geklappt - wenn ich nicht erst mal eine Nadel geschrottet hätte, weil ich vergessen hatte, die Nadel auf die Mitte zu stellen...

Shirt Sara von Pattydoo


Schnitt: Sara von Pattydoo

Stoff: Double Gauze von Sevenberry, gekauft bei Rotznasen & Zuckerschnuten für 8,40 pro Meter. Stoffverbrauch fast 1,50 m da der Stoff nur 1,10 m breit war.

Anpassungen: Da ich einen nicht dehnbaren Stoff verwendet habe und mit einer etwas breiteren Hüfte gesegnet bin, hab ich von der Taille aus nach unten hin 2 Nummer größer gezeichnet und das war auch gut so! Vorsichtshalber hatte ich erst einmal nur mit lockerer Fadenspannung und langen Stichen zusammen genäht und tatsächlich, etwas eng. Also habe ich zum "richtigen" zusammen nähen die Nahtzugabe voll ausgenutzt und nun passt es perfekt.
Die Ausschnittstreifen passten von der Länge her perfekt - ich habe sie schräg geschnitten, damit ich sie bei Annähen etwas dehnen kann. Sie brauchen halt nur etwas Breite.

Fazit: 
Ein toller Schnitt, der schnell zu nähen ist. Das war bestimmt nicht meine letzte Sara (komisch, ich glaube, das sag ich öfter hier - hat jemand etwas mehr Nähzeit für mich?)

Shirt Sara von Pattydoo

Sonntag, 16. Juli 2017

Sonntagstalk am 16. Juli 2017

Gekauft


Aaaalso. Ich gestehe. Das war so einiges in den letzten 2 Wochen.
Vor allem ist letzte Woche endlich die Bestellung der Lycra-Shapelines angekommen. Der Stoff sieht Klasse aus! Er eignet sich super für Sporthosen, Hoodies oder eben Badesachen.
Ich werde mir auf jeden Fall eine Laufhose machen.
Für den besten Grillmeister der Welt gab es schon ein Muscle-Shirt Anton. Ich bin gespannt, was er sagen wird, wie es sich trägt.

Lycra Shapelines von Mamasliebchen


Außerdem habe ich bei den Rotznasen & Zuckerschnuten rote Wäschespitze für meine Schöne Bluse gekauft. Naja und dann bin ich über herrlich weichen Double Gauze mit Ankern drauf gestoßen. Und über ein 90 cm Reststück total schönen taupe-farbenen Jersey mit weißen Punkten drauf. Musste alles mit, ist klar, oder?



Da ich aus dem Anker-double Gauze gleich eine Sara nähen will, habe ich mal schnell das Schnittmuster von Pattydoo erworben.
In einer Nähgruppe bin ich gerade über ein Wickelrock-Schnittmuster gestoßen, dass gleichzeitig eine Hose für unten drunter enthält. Das finde ich super, da ich da doch immer ein paar Probleme mit sich aufscheuernden  Oberschenkeln habe. Also hab ich das auch mal in den Warenkorb hüpfen lassen. Was mir ja richtig gut gefällt, ist, dass es drei Passformen gibt, für Skinny Woman für Classic Woman und für More Woman. Klasse! Und noch mehr toll: im Schnittmuster PDF kann man sich nur die Größen, die man braucht, einblenden lassen. Damit wird das Ganze deutlich übersichtlicher und man spart Tinte. Da hat jemand richtig gut mitgedacht! Ob ich den Rock genauso nähe, weiß ich noch nicht, da ich gerade Röcke eigentlich nicht so sehr mag, aber die Idee  mit der Hose drunter gefällt mir gut und ich wollte halt wissen, wie das geht.

Achja, und ich hab jetzt endlich auch Rosa P. "Näh Dir Dein Kleid" hier liegen. Ich habe in letzter Zeit so viele schöne Kleider gesehen, die auf Schnittmuster aus dem Buch beruhen, dass ich es unbedingt haben musste.


Genäht

Eigentlich sogar recht viel, aber letzte Woche konnte ich es noch nicht zeigen, da es zum Großteil für den besten Grillmeister der Welt war, der diese Woche Geburtstag hatte. Schon lange lag er mir mit einer Grillschürze in den Ohren. Als es bei den Rotznasen und Zuckerschnutzen sehr coolen Baumwollstoff mit Piratenmotiven gab, stand der Plan. Dazu gab es noch einen Ofenhandschuh, weil ich vom Stoff noch einen schönen Rest übrig hatte.

Küchenschürze im Piratendesign

Wie oben schon geschrieben, habe ich ihm außerdem ein Muscle Shirt für den Sport genäht. Lycra ist ganz schön flutschig, und ich habe zum ersten Mal mit einem Stoffstreifen versäumt. Das hat mit vielen vielen Stecknadeln auch recht gut geklappt.

Und schließlich auch noch eine Mr Big Unterbuxe aus meinem geliebten Möööv von Nautistore. Die steht dem besten Grillmeister der Welt ganz hervorragend. Und nein, davon wird es hier kein Foto geben. Alles meins!

Außerdem habe ich gestern und heute meine erste Sara genäht. Verwendet habe ich dafür den oben erwähnten Double Gauze. Schön ist sie geworden und schon beim Probetragen habe ich mich verliebt. Kann jetzt bitte endlich mal Sommer werden?



Entdeckt


Geht es Euch auch so? Momentan erscheinen ja quasi täglich neue Schnittmuster. Und eins schöner als das andere, so dass man gar nicht so richtig weiß, womit man anfangen soll.

In letzter Zeit wurde z.B. die Yenna von Kreativhund ziemlich oft gezeigt. Die Ergebnisse sind ehrlicher Weise recht unterschiedlich, es gibt richtige tolle Beispiele und manche, die mir nicht so gut gefallen. Trotzdem reizt es mich irgendwie. Kommt also mal auf die Liste :-)

Definitiv nähen werden ich den Rock Frau Sinnlich von Jojolino. Nicht nur, dass der Rock toll aussieht, ich finde auch die Idee dahinter ganz Klasse. "Was liegt da näher, als als Schnittdesigner ein Kleidungsstück zu entwerfen, dass dünnen Frauen Kurven zaubert und curvy ladies gekonnt in Szene setzt? und der zusätzlich noch das ein oder andere Extrakilo versteckt und gewichtsschwankungen luft lässt (die ja nunmal ganz natürlich sidn in einem gewissen maß)!" schreibt Johanna dazu auf ihrem Blog. Wieder einmal habe ich eine ganz tolle Version bei Frau Feierabend entdeckt - sieht das nicht großartig aus? Ich brauche jetzt nur noch den passenden Stoff dafür - der darf wohl etwas fester sein, aber doch dehnbar.

Gedacht


Ich bin eine echte Nähschnecke. Für die Sara hab ich allein für's Nähen 3h gebraucht. Und dabei sind das nur 2 Stoffstücke, die man zusammen näht - an den Schultern und an den Seiten. Natürlich hab ich vorher noch die Stoffstücke versäubert, der Stoff fusselte ganz schön. Wirklich gedauert hat das versäubern. Das habe ich zum ersten Mal "auf die feine Art" gemacht, so wie es Ina von Pattydoo in ihrem Video zeigt. Da war viel bügeln und stecken notwendig - das kostet viel Zeit und 2 Nähte habe ich noch mal aufgemacht. Aber irgendwie entspannt es mich auch enorm, ich kann so richtig schön versinken. Und ich will mich da auch gar nicht stressen. Was heute nicht fertig wird, wird morgen fertig - oder übermorgen.

Wie geht es Euch beim Nähen? Gehört Ihr auch zu den Nähschnecken oder fragt Ihr Euch, wie man für so ein paar Nähte so lange brauchen kann? Was ist Euch wichtig?

Sonntag, 2. Juli 2017

Sonntagstalk am 2. Juli 2017

Gekauft


Kein Stoff, nur 2 Zeitschriften durften diese Woche bei mir einziehen. Natürlich die Juli-Burda, aber auch die neue Simply nähen. In der Burda habe ich eine Bluse und eine Hose entdeckt, die ich mir gern nähen würde, in der Simply nähen ist ein tolles Top enthalten.
Ähm, hätte mal jemand ein bisschen Zeit für mich?


Genäht


Endlich ist mein Blusenprogramm gestartet. Wie angekündigt, habe ich mit "Die schöne Bluse" von Nähkind begonnen. Ich bin auch schon fast fertig, obwohl mich der flutschige Stoff und die französischen Nähte gestern den halben Samstag gekostet haben. Aber es war eh schlechtes Wetter, also passt das. Aber säumen muss ich noch. Und ich habe keinen Schimmer, wie ich das anstelle. Ob ich mich mal am Rollsaum versuche? Den Halsausschnitt will mit Wäschespitze nähen, aber da fehlt mir noch die passende Farbe für. Tja, muss ich wohl morgen in den Stoffladen. So ein Ärger aber auch...


Wenn ich das Bild so betrachte: ich muss dringend für Püppi ein passendes Shirt nähen. Das geht ja gar nicht mit dem Schriftzug drunter!

Was kommt als nächstes?
Zur Abwechslung brauche ich jetzt dringend was einfaches. So eine Sara von Pattydoo zum Beispiel. Allerdings bin ich noch unsicher, welchen Stoff ich da nehme. Irgendwas fluffiges darf es gern sein. Ich hatte ja eigentlich meinen dunkelroten japanischen Stoff dafür im Auge, habe aber festgestellt, dass der viel zu fest ist. Der wird wohl eher in einem Rock enden.
Und dann darf die Gloria von Milchmonster ran. Da habe ich den Stoff auch schon ausgesucht.

Endeckt


Von Pattydoo gibt es ein neues Schnittmuster, und zwar eine Sommertunika "Olivia". Die gefällt mir gut, kann ich mir z.B. in meinem Double Gauze sehr gut vorstellen.

Von Lillesol & Pelle gibt es eine neue Bluse "Marisol". Die gefällt mir auch gut, die hat vorn eine interessante Falte und einen schönen Ausschnitt. Hat jemand von Euch schon Erfahrung mit den Lillesol & Pelle Schnittmustern und kann mir erzählen, wie die so sind?

Meine liebe Freundin Anya hat mir heute einen Link zu einer Seite mit Vintage-Schnittmustern geschickt. Also jedenfalls sieht man dort die Bilder der Schnitte, die Schnitte selbst bekommen man dort nicht. Aber es macht richtig Spaß dort zu störbern und die Bilder zu betrachten. Ich mag die Designs der 40er und 50er so gern! Irgendwann, wenn ich mal richtig nähen kann ... ;-)

Frau Feierabend von Feierabendfrickeleien hat eine tolle Serie ins Leben gerufen. Als Antwort auf diverse merkwürdige Anfragen von Schnitterstellern, doch möglichst umsonst Content zu liefern ("sind ja nur Bilder...") lässt sie BloggerInnen zu Wort kommen, die erzählen, was es bedeutet, einen Blog-Beitrag zu erstellen. Man kann also man ein bisschen hinter die Kulissen gucken. Das finde ich total interessant und ich unterstütze den Aufruf "Sei Dir was wert!" total. Heute z.B. berichtet Frau Jetztkochtsie, die in ihrem Blog ja über einen bunten Blumenstrauß an Themen schreibt.

Gedacht


Unter anderem durch diese merkwürdigen Aufrufe, die ich ja auch mitbekommen habe, habe ich mir ein paar Gedanken über die Nähblogger-Welt gemacht. Das hier ist ja nicht mein erster Blog, sondern ich habe eine Weile auch schon einen Foodblog betrieben. Die FoodieBlogger-Welt wirkt auf mich schon deutlich professioneller und natürlich viel größer. Fuß zu fassen war schwer, erst recht, wenn man es als reines Hobby betrieben will, ohne jede Woche viele Stunden reinzustecken. Dann wurde man fast nicht wahr genommen.

Zumindest die deutsche Nähblogger-Welt ist noch ein bisschen in den Kinderschuhen, es gibt vergleichsweise wenige Blogs, die richtig hochwertig wirken und noch weniger davon werden professionell betrieben. So richtig Geld verdienen wird damit vermutlich kaum jemand. Eigentlich ist mir das ganz sympathisch. Man kann ganz gut Fuß fassen, man lernt schnell andere Bloggerinnen kennen und die Atmosphäre ist im Wesentlichen freundlich und unterstützend. Ich bin gespannt, wie es weiter geht und wie sich die Szene entwickeln wird.

Ich hätte gern ein paar mehr Nähblogs auf meiner Leseliste. Postet mir doch gern die Links zu Euren Blogs!

Mittwoch, 28. Juni 2017

Rock Hollyburn

Endlich ist er fertig, mein neuer Lieblingsrock! Hier hatte ich ja bereits über das Probenähen berichtet und nun hat es noch einmal eine ganze Weile gedauert, bis ich endlich dazu gekommen bin, meinen Wunschstoff anzuschneiden.

Hollyburn Rock


Der Stoff


Den Stoff habe ich bereits im Frühjahr während des Schlussverkaufs bei idee erstanden. Ich meine, er hat 14 Euro pro Meter gekostet. Es handelt sich hier um einen leichten gewebten Stoff mit etwas Stand. Das Besondere an dem Stoff ist, dass er von beiden Seiten verwendet werden kann. Ich habe mich für die grün-braun Seite als Vorderseite entschieden und die creme-farbene Rückseite für die Akzente an den Taschen und dem Bund genutzt.

Ich habe 1,40 m gehabt und das war schon etwas knapp, eine Tasche musste ich quer zum Fadenlauf schneiden, das war aber nicht so dramatisch, das Muster macht das mit.

Wenn Ihr den Stoff sucht, ich habe ihn noch bei Dawanda gefunden, unter dem Stichwort "Edelweißstoff" gibt es ihn in mehreren Farben.

Hollyburn Rock


Das Nähen


Dank Probemodell wusste ich ja, wie es geht. Allerdings hatte ich wieder einen Knoten im Kopf bei den Taschen, das umklappen in die andere Richtung ging dann doch wieder zwei Mal schief und der Nahttrenner lief wieder heiß.

Der Rest hat dann aber gut funktioniert. Im Gegensatz zum Probeteil habe ich dieses Mal die mittellange Variante gewählt und bin damit sehr zufrieden. Genau meine Länge!

Beim Probemodell hatte ich ja noch die Nahzugabe der Seitennähte verringert, das hatte zur Folge, dass der Rock etwas weit war und zu tief auf der Hüfte saß. Darauf habe ich dieses Mal verzichtet und die Passform ist nun super. Der Rock ist weder zu eng, noch zu weit und sitzt genau da, wo er hin soll.

Außerdem habe ich alle Kanten vorher versäubert, der Stoff franzt wirklich stark aus. Da war ich dann sehr glücklich, einen Overlockfuß zu nutzen, der sorgt dafür, dass der Stoff sich nicht verschiebt und man immer an der Kante näht.

Den Saum habe ich mit einem Zickzackstich genäht. Aufgrund des Musters und des farblich passenden Garns sieht man den Stich gar nicht und ich musste mir nicht die Arbeit machen, von Hand blind zu nähen. Das hasse ich nämlich!

Hollyburn Rock Taschen und Reißverschluss


Was ich gelernt habe


Von den Taschen abgesehen, habe ich das erste Mal mit einem Bund-Vlies gearbeitet. Das verstärkt den Bund etwas und er wird durch die vorgegebenen Ausstanzungen schön gerade. Allerdings sollte man schauen, dass man die richtige Breite erwischt. Meins war etwas schmaler als im Schnittmuster vorgegeben, als habe ich den Bund dann auch etwas abgeschnitten. Sowohl beim Proberock als auch hier habe ich gemerkt, dass ich einen etwas längeren Rockbund brauche. Also lieber erst etwas länger schneiden, Rock nähen und dann abstecken und testen. Abschneiden kann man immer noch!

Außerdem habe ich mich hier wieder an einem nahtverdeckenem Reißverschluss probiert. Wie Ihr seht, ist er nicht ganz perfekt, der Bund ist nicht ganz auf gleicher Höhe. Aber dafür liegt er schön glatt und und der RV ist wirklich kaum zu sehen. Doch, auf das Ergebnis bin ich schon stolz!

Hollyburn Rock


Die Fakten


Schnitt: Rock Hollyburn von Sewaholic Patterns. Die Anleitung ist in Englisch, aber gut bebildert. Mit ein bisschen Googeln bei unbekannten Nähbegriffen schafft man das auch als Anfänger. Hier gäbe es aber auch eine deutsche Übersetzung (ohne Schnittmuster!).

Stoff: Doppelt gewebter Stoff in grün-braun mit creme-farbenen Edelweiß-Blüten.

Anpassungen: Der Bund ist etwas weiter als im Schnittmuster angegeben. Sonst passt alles und ich würde ihn wieder so nähen.

Fazit: Ich bin happy. Ich glaube, ich habe hier einen tollen Schnitt gefunden, der mir gut steht. Ich kann mir gut vorstellen, ihn im Winter noch einmal aus einem Wollstoff zu nähen.

Mit dem Beitrag bin ich dabei beim Me Made Mittwoch. Bitte schaut Euch auch die anderen Werke dort an!