Sonntag, 22. April 2018

Saum mit dem Blindstich nähen


Normaler Weise nähe ich meine Säume mit der Zwillingsnadel. Das ist aber schwierig, wenn der Saum rund ist, meistens näht man dann Falten rein und so richtig gut sieht das nie aus. Als Alternative bleibt natürlich immer der Blindstich per Hand. Aber ich gestehe, ich bin faul und einen vollen Tellerrock per Hand säumen dauert ja Abende... und da ich momentan meine Abende lieber lesend auf dem Balkon verbringe statt per Hand nähend vor dem Fernseher musste eine Alternative her, damit ich den Rock noch dieses Frühjahr tragen kann.

Tellerrock Miala_gesäumt mit Blindstich


Da fiel mir ein, dass meine Maschine ja auch Blindstich kann. Die hat sogar 2 Blindstiche, einen für Webware und einen für dehnbare Stoffe.

Blindstich nähen - Stichauswahl



Also hab ich das gleich mal ausprobiert. Ich muss aber gestehen, das sah leichter aus, als gedacht. Ich musste ganz schön probieren, bis es klappte. Damit ich es beim nächsten Mal leichter habe, habe ich alle Einstellungen und die wichtigen Hinweise notiert.

Als Zubehör benötigt man:

  • den Blindstichfuß der Maschine
  • Garn in Kontrastfarbe und Garn in Stofffarbe
Der Blindstichfuß hat in der Mitte eine Schiene, die direkt an der Stofffalte entlang läuft. Links und rechts davon sind Aussparungen für die Nadel, die mal auf der Saumaußenseite und mal auf der Sauminnenseite entlang einsticht.

Blindstichfuß

1. Schritt:

Sollte der Stoff ausfransen, müsste man natürlich zuerst die Kante versäubern. Das war bei meinem Stoff hier nicht der Fall, daher habe ich die Kante so gelassen.

Zuerst wird die gewünschte Breite des Saums abmessen und von links gebügelt. Ich habe hier 3 cm genommen. Inbesondere bei runden Säumen sollte man mit sehr viel Dampf arbeiten, damit sich die Mehrweite so weit wie möglich zusammen zieht. Ich stecke dann brav alle paar Zentimeter und verteile dabei die übrig gebliebene Mehrweite so gut es geht.

Blindstich nähen - Schritt 1: Saum umbügeln

2. Schritt:

Damit ich beim "blind nähen" nicht mehr den Stoff festhalten muss und nichts verrutscht, fixiere ich den Saum jetzt mit einem Garn in ordentlich greller Kontrastfarbe (den muss man ja nachher wieder entfernen).

Ich nehme dabei folgende Einstellungen:
- Fadenspannung auf 1
- maximale Stichlänge
- nicht verriegeln
- 7 mm (füßchenbreit) von der Stoffkante entfernt, somit wird sichergestellt, dass der Blindstichfuß richtig über den Saum gleiten kann und sich der Stoff nicht reinrollt

Blindstich nähen - Schritt 2: Saum mit Kontrastgarn heften

3. Schritt:

Und nun kommt der eigentliche Blindstich. Aber erst einmal wird umgefädelt mit zum Stoff farbenen Garn. Außerdem kommt jetzt der Blindstichfuß zum Einsatz.
Dazu wird der Saum an der Heftnaht so umgeklappt, dass der Stoff mit der Linken Seite nach oben zeigt, rechts liegt die 7 mm Kante.

Dieses Mal habe ich folgende Einstellungen verwendet.
- Fadenspannung wieder zurück auf "neutral" stellen
- Stich Nr. 12 wählen (bei dehnbaren Stoffen)
- Nadel um -2 nach links versetzen, damit die Nadel wirklich den Stoff greift

Blindstich nähen - Schritt 3: Blindstich nähen


Beim Nähen musste ich den Stoff immer wieder gegen die Schiene am Nähfuß drücken, sonst sticht die Nadel daneben. Das war nicht ganz einfach und immer wieder hat der Stich nicht richtig gegriffen. Da muss ich noch ein bisschen üben. Trotzdem hält der Saum insgesamt aber fest und klappt nicht runter.

Und so sieht der Stich dann aus: auf der Innenseite des Saums sieht man einen kleinen Zickzack, der ist für dehnbare Stoffe geeignet, da er sich mitdehnt (das wäre bei einem Tellerrock natürlich nicht unbedingt nötig gewesen, schadet aber auch nicht). Auf der Stoffaußenseite greift der Stich idealer Weise nur ganz knapp.



4. Schritt:

Nun kann man das farbige Heftgarn entfernen und den Stoff wieder zurückklappen. Wie man sieht, sieht man von außen (fast) nichts.

Blindstich nähen - Schritt 4: Heftgarn entfernen


5. Schritt:

Schließlich wird der Saum noch einmal gebügelt. Die Naht sieht man von außen kaum und auch von innen sieht es schön ordentlich aus.

Blindstich nähen - Schritt 5: Saum bügeln


Ich hoffe, das Tutorial hilft auch Euch. Erzählt mal, nutzt Ihr den Blindstichfuß Eurer Maschine? Und wie gelingt Euch das Saum damit? Habt Ihr Fragen? Immer her damit!

Donnerstag, 12. April 2018

Stehkragenshirt Stella


Schlichte Langarm-Shirts, die trotzdem nach was aussehen, kann ich immer gebrauchen. Die Stella von pattydoo kam mir gerade recht und so hatte ich den Schnitt kurz nach Erscheinen gekauft. Und auch passenden Stoff habe ich bereits im Januar gekauft.

Wie das aber immer so ist, kamen dann doch diverse andere Projekte dazwischen. Aber nachdem mein Kleid nun letzte Woche endlich fertig gestellt hatte, hatte ich so richtig Lust auf einen einfachen schnellen Schnitt.

Stella von Pattydoo Shirt mit Stehkragen nähen


Das Schnittmuster


Das Schnittmuster war wie bei pattydoo gewohnt sehr schnell gedruckt, geklebt und abgepaust. Ich habe wieder um die Hüfte herum eine Nummer größer geschnitten. Aber ich wollte es auch etwas taillierter haben und nicht ganz so sehr diesen boxy Look, also habe ich den Schnitte per Kurvenlineal um etwa eine Größe tailliert.
Die Ärmel- und die Saumlänge habe ich dieses Mal so gelassen die gefallen mir gut.

Stella von Pattydoo Shirt mit Stehkragen nähen


Der Stoff


Beim Stoff handelt es sich um einen etwas festeren Viskosejersey (fasst sich fast ein bisschen an wie Romanit) mit leichtem Stand. Er fühlt sich ganz wunderbar glatt an und trägt sich toll. Der Stoff war ein Schnäppchen auf dem Stoffmarkt am Berliner Maybachufer.

Stella von Pattydoo Shirt mit Stehkragen nähen


Das Nähen


Genäht habe ich im Wesentlichen mit der Overlock. Lediglich der Halsbeleg ist wie im Video gezeigt mit der Nähmaschine angenäht und auf der Nahtzugabe festgesteppt. Den Beleg hatte ich zuvor mit einer etwas festeren Vlieseline versäubert. Glücklicher Weise ist der Halsausschnitt groß genug, ich passe gerade so mit meinem dicken Schädel durch.

Die Säume wurden dann wieder einmal mit der Zwillingsnadel umgenäht. Das klappt ja gerade bei so festen Stoffen ganz hervorragend.

Und endlich habe ich auch mal daran gedacht, meine Labels zu verwenden. Witziger Weise ist das ja genau mein rot-Ton und wie für das Shirt gemacht!


Die Fakten



Stoff: Viskosejersey vom Maybachufer für 4 Euro/Meter

Anpassungen: tailliert um eine Größe

Fazit: Ich mag sowohl Schnitt als auch Stoff sehr gern. Das Shirt trägt sich toll und sieht sowohl zu meiner dunkelblauen Jeans als auch zu einem schwingenden Rock in grau gut aus. Da es so schnell genäht ist, könne ich mir auch noch ein weiteres Modell vorstellen, wenn mir ein passender Stoff begegnet.

Der Post ist verlinkt bei Rund ums Weib am Donnerstag (Rums).


Sonntag, 18. Februar 2018

Sonntagstalk am 18. Februar 2018

Genäht


Am Montag konnte ich endlich meine Berliner Tante zeigen, die im Probenähen für Berlinerie entstanden ist. Das Shirt hatte ich nun ja schon ein paar Mal an und es trägt sich wirklich toll.

Außerdem habe ich endlich mit meinem nächsten Burda-Schnitt begonnen. Ich habe dafür einen schön weichen Modal von Lillestoff ausgewählt. Geschnitten sind die Teile schon, heute geht es ans Nähen. Ich bin sehr gespannt, ob und wie das Kleid sitzen wird.



Weitere Pläne: wenn mein Burda-Kleid fertig ist, werde ich ein weiteres Kleid nähen. Nikkes vom Label Schwalbenliebe hat zum Sew along für das Kleid Tanzrausch eingeladen. Das Schnittmuster liegt schon ewig auf meiner Festplatte, aber ich gebe zu, ich habe Respekt davor und freue mich umso mehr, nun in der Gruppe nähen zu können.


Eingekauft


Meine Woche war ziemlich anstrengend und lang. Ich fand, ich habe mir eine Belohnung verdient. Also habe ich am Freitag mal wieder idee besucht und in den Unmengen von Stoffen "gewühlt". Ich mag idee so sehr, weil sie immer auch besondere Stoffe haben. Ich habe zum Beispiel einen wunderbaren Kaschmir-Ballen entdeckt. Der Stoff war sooooo weich. Und der Preis war sooooo heftig - über 150 Euro für den Meter. Man stelle sich einen Mantel daraus vor...
Zugeschlagen habe ich dann bei den Blusenstoffen. Die gab es im Angebot für 8 Euro pro Meter und ich brauchte eh einen Webwarenstoff für das Tanzrausch-Kleid.

Außerdem gab es noch einen Tisch mit um 30% reduzierten Winterstoffen. Hier habe ich mir einen hellbraunen Stoff mit Fischgrätmuster aus Schurwolle ausgesucht, der sich in einen Rock verwandeln soll.


Entdeckt


Ganz frisch und ganz neu: Pattydoo wird nächste Woche ein neues Schnittmuster für ein Shirt und ein Kleid aus Webware veröffentlichen. Das freut mich sehr. Ich habe ja im Januar mit den Mädels vom Berliner Kreativstammtisch Stoffe gekauft und da war ein toller groß gemusterter Baumwollstoff dabei, der perfekt ist für einen schlichten Schnitt. Das könnte also was werden.

Bei Schnittgeflüster kann man derzeit das neue Schnittmustermagazin vorbestellen. Ich habe mir die Vorschau angesehen und einige schöne Schnitte entdeckt. Der Preis von 11,90 Euro lohnt sich also wirklich.

Die beiden Fricklerinnen haben inzwischen schon die dritte Folge ihres Podcasts veröffentlicht. Dieses Mal gab es ein interessantes Interview mit einer Wollfärberin. Das war für mich ein komplett neues Gebiet - aber wirklich spannend zuzuhören.

Und ich habe neuen (also für mich neuen) Youtube-Kanal entdeckt, der sich perfekt als Nähbegleitung eignet: oh näh aus dem blabla-cafe. Hier wird genäht, gequatscht, Tipps gegeben, Gäste interviewt... toll!







Montag, 12. Februar 2018

Bärliner Tante

Heute kommt ein ganz besonderer Post. Nämlich der Post zu meinem ersten Probenähen.

Lena von Berlinerie veröffentlicht derzeit eine kleine Serie von Basicshirts, die eine interessante Teilung aufweisen. Den Bärliner Onkel als Herrenschnitt gibt es schon, nun kommt mit der Bärliner Tante noch das passende Damenmodell (in den Größe 36 bis 52) dazu.

Bärliner Tante


Der Schnitt selbst ist gerade und genau richtig (figurnah und doch bequem) geschnitten. Über der Brust gibt es sowohl vorn als auch hinten eine Teilung, die sich clever an den Ärmeln fortsetzt. Der Rückensaum ist rund und somit etwas länger. Wer mag, findet im Schnittmuster auch noch eine passende Tasche, die man über die Teilung setzen kann und so den Bruch zwischen oberem und unterem Stoff auflockern kann. Für den Ausschnitt gibt es eine engere und eine weitere Variante und man kann sich zwischen langen und kurzen Ärmeln entscheiden. Die finale Version des Schnittes enthält außerdem Brustabnäher, so dass für eine tolle Passform gesorgt wird!

Im Rahmen des Probenähens sind sehr viele schöne Modelle entstanden. Der Schnitt ist gerade toll, wenn man noch Reste übrig hat - je nach Größe reichen 70-80 cm von jedem Stoff. Besonders gut haben mir die Modelle gefallen, die etwa Ton-in-Ton blieben. Aber auch das eine oder andere tolle Modell mit Spitze habe ich entdeckt.

Die Anleitung ist wirklich richtig gut, sehr ausführlich und nachvollziehbar bebildert. So eignet sich der Schnitt auch gut für Anfänger. Lediglich die Teilungsnähte am Ärmel genau aufeinander treffen zu lassen, ist ein bisschen kniffelig. Hier muss man gut stecken - der Trick ist, dass die Nähte eben nicht am Stoffrand aufeinander treffen dürfen, sondern an der Nahtzugabe, also z.B. 0,7 cm vom Stoffrand entfernt. Wenn man das bedenkt, bekommt man das ganz gut hin.

Bärliner Tante


Während des Probenähens ist dieses Shirt für mich entstanden. Ich habe zwei Jersey-Stoffe gewählt, die ich beide vom Stoffmarkt hatte. Auf die Tasche habe ich verzichtet, ich gehöre zu der Minderheit, die Taschen an Kleidungsstücken eigentlich nicht so mag. Von meiner "Problemhüfte" habe ich ja schon oft genug berichtet, also auch hier nach unten hin eine Größe mehr.

Außerdem habe ich an den Seiten unten Schlitze genäht. Dafür habe ich nur die Ärmelnähte mit der Overlock genäht, die Seitennähte von Vorder- und Rückteil dann mit dem Sägezahnstich, so dass ich die Nahtzugabe auseinanderbügeln und unten umklappen konnte. Um den Schlitz herum habe ich die Nahtzugabe dann einfach mit einem Geradstich festgenäht. Das Halsbündchen besteht dann wieder aus dem Jersey, den ich auch für die untere Hälfte benutzt habe. Die Säume habe ich mit einem Wellen-Zierstich in dunkelblau gesteppt.

Bärliner Tante


Da der Schnitt so schön vielseitig ist, werde ich ihn bestimmt auch noch für Sommershirts in kurz nutzen. Zumindest ein Stoff liegt schon bereit!

Der Schnitt ist momentan zum Einführungspreis vom 5,36 Euro auf Lenas Website erhältlich.


Mittwoch, 7. Februar 2018

Ein Kleid für Försters Tochter

Nein, mein Vater war kein Förster ;-) Aber als ich das Kleid fertig hatte, fühlte ich mich ein bißchen so: waldgrüner Sweat für das Oberteil und grauer Sweat mit Bäumen drauf für den Rock.

Die Stoffe, das Schnittmuster und auch alle Zutaten für das Kleid habe ich in meinem Adventskalender von Stoff'n'Schnitt gefunden. Darüber bin ich sehr glücklich, denn ich hätte mich vermutlich nicht an das Kleid getraut, weil ich gedacht hätte, das steht mir nicht. Aber, ich nehme schon mal vorweg: ich finde es urgemütlich und es passt ziemlich gut.



Ich mag die Schnittmuster von Fadenkäfer sehr gern, sie enthalten bereits die Nahtzugabe und alle wichtigen Informationen sind klar eingezeichnet. Auf der Innenseite des Papierschnittmusters findet man eine Kurzbeschreibung, wenn man mehr Details braucht, kann man eine sehr ausführliche Beschreibung mit entsprechenden Bildern auf der Internetseite nachlesen.

Beim Nähen hatte ich keine Probleme. Alle Teile haben gut zusammen gepasst, einschließlich des Ausschnittbelegs, den ich mit Vlieseline etwas verstärkt habe. Bei der ersten Anprobe des Oberteils habe ich schon gemerkt, dass der Beleg gern ausklappen möchte, also habe ihn mit einem Blindstich innen befestigt.



Der Rock ließ sich auch problemlos nähen, solche Taschen kann ich inzwischen. Der Rock wird erst an das Oberteil genäht, dann näht man die untere Naht für den Kordeltunnel und klappt dann den Stoff bis zur Nahtzugabe hoch, um damit den Tunnel zu gestalten. Dabei hatte ich ursprünglich die untere Naht etwas zu weit unten, so dass ich nicht hätte über die Ösen klappen können. Das auftrennen hat dann auch ziemlikch gedauert. Die Ösen gingen problemlos rein - ich habe das erste Mal Wonderdots von Snaply verwendet (die auch im Adventskalender waren). Die machen das Verwenden von Ösen natürlich einfach. In meinem Adventskalender waren passend zur Kordel auch Kordelstopper, leider habe ich die noch nicht wiedergefunden. Bis dahin bleiben die Kordeln erst mal wie sie sind...

Von den Ärmeln musste ich glatt 8 cm abschneiden, da ich das vorgesehene Fake-Bündchen nicht mag und statt dessen wieder mit der Zwillingsnadel genäht habe. Das ging bei diesem Sweat ganz hervorragend. Den Rocksaum habe ich komplett per Hand mit dem Blindstich genäht - hier hat sich wohl die Show aus dem Bla bla-Cafe mit Inge Szoltysik-Sparrer ausgewirkt.



So gut mir das Kleid gefällt, sollte ich es noch einmal nähen, werde ich ein paar Änderungen vornehmen:

  • die Schultern sind überschnitten und mit dem recht festen Sweat hab ich quasi immer Falten an den Schultern. Die Armausschnitte würde ich also gern nach oben setzen.
  • damit muss ich dann auch die Armlänge noch einmal anpassen
  • ich glaube, das Oberteil könnte auch 1-2 cm kürzer sein so dass die Teilung etwas hoch kommt

Ich habe begonnen, mir für alle Nähprojekte so eine Projektkarte zu schreiben, die ich dann zusammen mit dem Schnittmuster ablege. Das hat den Vorteil, dass ich mir Notizen gleich aufschreiben kann (und nicht auf den Blogbeitrag waren muss). Über die Kästchen im Abschnitt "Änderungen" kann ich markieren, was ich schon am Schnittmuster geändert habe und was ich ggf. erst beim nächsten Nähen am Schnittmuster beachten will.


Heute ist endlich mal wieder MeMadeMittwoch-Tag und ich freue mich natürlich sehr drauf, zu stöbern, was die anderen Näherinnen so gezaubert haben.

Sonntag, 4. Februar 2018

Monatsrückblick Januar 2018

Der Februar ist schon wieder 4 Tage alt. Allerhöchste Zeit, einen Rückblick auf den Januar zu werfen.

Ich mag die Idee von Chrissys Nähkästchen, am Ende des Monats einen Rückblick auf das Erreichte und vor allem auf die ursprünglichen Plan zu werfen.


Genäht

Da ich Anfang Januar noch ein Woche Urlaub hatte, hatte ich ein bisschen mehr Zeit zum nähen. Den Cardigan Betty habe ich Euch ja schon gezeigt, den trage ich auch unglaublich gern. Außerdem ist eine Bluse nach einem Schnittmuster von Nähkind entstanden. Die konnte ich noch nicht zeigen, es ist mir einfach zu kalt, hübsche Fotos damit zu machen.

Zwischendurch habe ich noch 2 Kopfkissen genäht.

Dann habe ich mich sehr gefreut, an meinem ersten Probenähen teilnehmen zu dürfen. Lena von Berlinerie arbeitet an einem Shirt mit einer tollen Teilung. Mir gefällt besonders, dass man wunderbar Stoffreste verarbeiten kann. Also, haltet Eure Stoffreste zurück und freut Euch auf eine tolle Verwendungsmöglichkeit!

Die letzte Woche habe ich dann an Pia gearbeitet und sie dann gestern endlich fertig gestellt.

Von meiner to sew-List kann ich da nicht wirklich viel abhaken und ich habe wieder mal kein Burda-Schnittmuster genäht.


Nähziele


Genau das soll sich ändern im Februar. Kleid 115 aus der Burda 8/2019 steht auf dem Plan! Der Stoff liegt schon gewaschen bereit - seit einer ganzen Weile schon. Ich bin so gespannt, wie es mir gelingen wird!



Und von Pattydoo gibt es ein hübsches neues Shirt mit einem Stehkragen. Das gefällt mir wirklich gut und auch hier liegt der Stoff schon bereit.


Stoffverbrauch


Ich habe mir ja Anfang des Jahres zum Ziel gesetzt, mehr Stoff zu verbrauchen als einzukaufen. Wie ist das also im Januar gelaufen?

12,40 m sind weg, 8,75 m sind dazu gekommen. Ich habe also 3,65 m abgebaut. Nicht schlecht, oder? Davon habe ich aber nur 7,20 m tatsächlich vernäht. Der Rest wurde getauscht auf einer ganz wunderbaren Stofftauschparty mit den Mädels vom Berliner Kreativstammtisch. Wir hatten wirklich viel Spaß und ich habe ein paar sehr schöne Baumwollstoffe ertauscht.


Insgesamt war das ein sehr schöner und sehr erfolgreicher Nähmonat. Es sind lauter schöne Stück entstanden. So darf es gern weiter gehen!

Sonntag, 14. Januar 2018

Sonntagstalk am 12. Januar 2018

Genäht


Nicht so richtig viel. Seit mehr als einer Woche liegen nun schon die Schnittteile für die Pia hier rum, aber ich bin noch nicht viel weiter gekommen.

Aber immerhin zwei neue kleine Kissenbezüge habe ich genäht. Wir brauchten dringend neue und ganz ehrlich, es macht viel mehr Spaß, hübschen Stoff dafür auszusuchen und selbst zu nähen als schöne Bezüge in den Läden zu suchen. Den Stoff gab es bei Diana von Volksfaden. Er ist etwas etwas und wunderschön glatt. Als Schnittmuster habe ich mal wieder den Kissenbezug von Pattydoo mit Hotelverschluss genommen. Das näht sich inzwischen richtig flott weg.



Als nächstes ist nun aber erst mal Pia dran. Ich weiß noch nicht so genau, was als nächstes auf der Liste dran ist. Momentan wäre mir nach einer weiteren Bluse.

Gekauft


Öhm. Ja. Also das war so: bei dem gruselig kalten Wetter mag man ja eigentlich nicht so wirklich viel raus gehen. Aber dann fragte der beste Grillmeister der Welt doch glatt, wann mal wieder Markt am Maybachufer wäre, da gäbe es ja auch immer so leckere Köstlichkeiten. Richtig. Die gibt es - neben so ca. 10 verschiedenen Stoffständen mit sehr erschwinglichen Preisen. Ich habe mich mit einem wunderschön glatten aber doch erstaunlich festem Viskosejersey in dunkelrot (derzeit meine Lieblingsfarbe) und einem dünneren Baumwolljersey mit Flamingos drauf eingedeckt.



Aus dem Viskosejersey werde ich mir ein neues Basic-Shirt machen, der Flamingostoff wird als Schlafshirt enden, da suche ich schon eine Weile etwas passendes.

Außerdem sind seit Weihnachten ein paar neue Nähbücher bei mir eingezogen. Gretchen Hirschs Rock'A'Bella lag unter dem Weihnachtsbaum, von Frau Szoltysik-Sparrer erhoffe ich mir einige Tipps und Tricks um mein Nähwissen zu erweitern und das Standardwerk "Nähen" hat mir Amazon zum Testen zur Verfügung gestellt. Alle Bücher werde ich nach und nach näher vorstellen, wenn ich mich ein bisschen mehr durchgearbeitet habe.



Entdeckt


Vermutlich keine Neuentdeckung für meine wenigen Sonntagstalk Leser, aber vielleicht hat ja doch jemand noch nicht mitbekommen, dass es Frau Jetztkochtsie und Frau Feierabendfrickeleien die erste Folge ihres Podcasts veröffentlich haben: den Frickelcast. Da geht es um alle möglichen Themen rund um's selber machen, Stricken, Nähen - vielleicht sogar ausmalen! - und auch, was man dabei noch tun kann. Nämlich netflixen und Hörbuch hören. Den einen oder anderen Tipp werde ich da bestimmt befolgen.
Hört mal rein, es lohnt sich! Den beiden lässt sich gut zuhören!



Auch bei nahtzugabe5cm gibt es wieder eine neue Podcast-Folge "Zwischen Nadel und Faden". Dabei geht es hauptsächlich um Chrissys Ganzjahreschallenge 12 Mal memade, die uns anhalten soll, das Nähen ein bisschen mehr zu planen. Wobei es eigentlich nicht wirklich eine Challenge ist, da jeder mitmachen kann, wie er gerade möchte. Mit Planung oder ohne, viel oder wenig genäht, über einen Blog oder über Instagram - alles ehr locker und das gefällt mir gut. Da bin ich bestimmt ab und zu mal dabei.