Sonntag, 22. Oktober 2017

Sonntagstalk am 22. Oktober 2017

Hi Ihr Lieben, ich habe eine Weile keinen Sonntagspost veröffentlicht. Ihr kennt das vermutlich, die Wochen nach dem Urlaub sind im Job gern besonders stressig, ich war viel unterwegs und nähtechnisch ist nicht so richtig viel passiert, als das ich jede Woche hätte berichten können. Aber nun hat sich ein bisschen was angesammelt und ich will ja zumindest mal Laut geben. Nicht, dass Ihr denkt, ich wäre schon wieder im Urlaub!

Burda Style


Genäht

Ok, also was hab ich denn nun genäht?
Wenn Ihr mir auf Instagram folgt, habt Ihr vielleicht mein Utensilo gesehen, dass ich mir für meinen Nachttisch genäht habe und in dem meine ganzen Cremes verschwunden sind. Zugegeben, das sind nicht wenige, was aber vor allem auch dran liegt, dass ich noch Urlaubsgrößen aufbrauche. Aber es sah inzwischen so chaotisch aus, dass ich was dagegen tun musste.
Das Schnittmuster für das Utensilo stammt von Pattydoo und ist schnell genäht - wenn man nicht gerade so wie ich die Wendeöffnung vergisst und daher die Naht mit der man Innen- und Außenteil zusammen bringt sage und schreibe 3 (drei!) Mal wieder auftrennt...

Utensilo von Pattydoo


Außerdem beteilige ich mich gerade an einem Probenähen für einen Schal. Ich fürchte, da darf ich Euch noch nichts zeigen, aber ich glaube, es wird hübsch - also "stay tuned!".

Und dann habe ich gestern mit dem Rock "Frau Sinnlich" von Jojolino begonnen, der hoffentlich heute fertig wird.

Und was steht als nächstes auf dem Programm?
Ich hatte ja im Sommer schon angekündigt, mich ab Herbst endlich auf das Nähen aus Zeitschriften, vornehmlich aus der Burda, zu konzentrieren. Nun geht es endlich los.
In der aktuellen Burda ist ein tolles Wasserfallshirt mit Knoten am Ausschnitt enthalten, das will ich unbedingt nähen. Als Stoff habe ich sehr dünnen gepunkteten Jersey in braun ausgewählt.
Als nächstes steht dann endlich das Titelkleid aus der August-Ausgabe auf dem Programm. Ich gestehe, da habe ich ordentlich Respekt vor, das ist ja schließlich Level 3!
Und danach schauen wir mal, vielleicht ein Cardigan für den Winter? Die Mary aus grauem Seidenjersey steht noch aus oder die Strickjacke Minna von Fadenkäfer aus einem schönen weinrotem Strick.

Gekauft

Stoffkauftechnisch war ich äußerst brav, im Oktober habe ich noch nichts gekauft - es steht wirklich erst einmal Nähen und Stoffabbau auf dem Programm!

Aber Nähzeitschriften sind schon wieder in paar eingezogen. An denen komme ich einfach nicht vorbei. Und es gibt eigentlich nichts schöneres als Sonntags gemütlich mit einem Kaffee in den neuesten Zeitschriften stöbern, Pläne zu machen und auf anderen Nähblogs zu stöbern.

Uuuuund, ich habe mir endlich Labels für meine genähten Schmuckstücke bestellt. Gleich verschiedene Sorten, damit ich alle mal ausprobieren kann. Die kamen diese Woche an und wurden schon ganz viel gestreichelt. Wenn ich sie durchgetestet haben, wird einen Blogpost geben, wo ich mehr erzähle, wo ich sie her hab, wie teuer sie waren und natürlich wie sie sich verarbeiten lassen.

Labels von Dortex


Entdeckt

Pattydoo hat eine Softshelljacke veröffentlich, die mich ja auch sehr reizt. Aber ich fürchte, für den Herbst bin ich etwas spät dran, ich werde eher bald einen Wintermantel brauchen. Also wohl eher etwas für das Frühjahr. Hat den Vorteil, dass ich mir jetzt nicht auch noch drei Meter Softshell kaufen muss.

Bei Arte gibt es derzeit eine tolle Serie über die Stoffherstellung in anderen Ländern. Ich habe fast alle Folgen während des Nähens gesehen und kann sie nur empfehlen. Sie sind alle etwas anders, besonders gut hat mir der Bericht Laos gefallen, aber auch die Sticker in Indien fand ich sehr beeindruckend!

Hoodies gibt es wie Sand am Meer, ich habe auch schon zwei genäht und vor allem meine Nelly gefällt mir richtig gut. Jetzt gibt es von DREI EMS eine etwas ausgefallenere Variante mit 3 Knöpfen am Kragen. Die könnte ich mir noch mal vorstellen zu nähen.

Mittwoch, 11. Oktober 2017

College Sweater mit V Ausschnitt

Zu Weihnachten letztes Jahr habe ich das Buch „Jersey nähen“ bekommen, allerdings bisher noch nicht so viel draus genäht. Lediglich den Poncho hatte ich mir ziemlich schnell genäht. Und den trage ich auch sehr gern und häufig.

Letztens habe ich mal wieder zu dem Buch gegriffen und nach etwas Herbstlichem gesucht. Gefallen hat mir der College-Sweater, der im Buch aus dunkelblauem Jersey mit weißen Bündchen genäht wurde.

College Sweater mit V Ausschnitt


Stoffauswahl

Ich habe für den Sweater zu meinem Schwalbenjersey Kenny von Swafing in Schlammgrün gegriffen. Den habe ich schon seit dem Stoffmarkt im Herbst hier liegen und lange nach einem passenden Schnitt dafür gesucht. Vor einer Weile schon fand ich dann irgendwo ein Foto, wo jemand ähnlichen Stoff mit gelben Bündchen kombiniert hat. Das fand ich super und so habe ich vom Stoffmarkt im September einen leuchtend gelben Coupon Jersey mitgenommen. Beide Stoffe passen perfekt zu einander und tragen sich wirklich super. Der Swafing Stoff ist ja etwas fester, richtig tolle Qualität aber trotzdem schön kuschelig. Der gelbe Jersey ist recht dünn, aber als Bündchen doppelt gelegt gut verwendbar und ebenfalls sehr weich und glatt. Beide Stoffe ließen sich super verarbeiten!

College Sweater mit V Ausschnitt


Das Nähen

Beim Nähen war vor allem der V-Ausschnitt eine neue Herausforderung für mich. Das habe ich erst einmal versucht und irgendwie wurde da der Ausschnitt eher rund und nicht mit schöner Spitze. Im Buch fand ich aber eine tolle Anleitung, in der genau beschrieben wurde, wie es geht.

Letztendlich schneidet man auf beiden Seiten des Jerseystreifens am Ende jeweils ein Dreieck heraus und näht dort den Streifen rechts auf rechts zusammen. Die Spitze schneidet man dann ein und kann dann den Jersey längst falten und sieht bereits die Spitze. Diese Spitze legt man jetzt wieder Rechts auf Rechts so auf die Spitze an eine Seite des Ausschnitts, dass die Mittelnaht des Streifens exakt nahtzugabenbreit von der Ausschnittspitze entfernt ist. Dann näht man erst eine Seite etwa 4-5 cm mit einem Geradstich fest. Nun schneidet man wieder die Spitze bis zu Beginn der ersten Naht ein und näht die andere Seite an, wieder nur so 4-5 cm. Jetzt sollte die Naht perfekt auf der Spitze liegen. Ich musste mehrfach stecken, bis mich mit der Lage zufrieden war und mit dem Nähen beginnen konnte. Das hat sich aber gelohnt und sieht wirklich perfekt aus. Dann erst habe ich das restliche Bündchen mit dem Federstich angenäht.

Schulternaht, Ärmel und die übrigen Bündchen habe ich ebenfalls mit dem Federstich genäht, die Seitennähte mit dem Sägezahnstich. Das mag ich an der Seite ganz gern, so kann man die Nähte schön auseinander bügeln, bevor man das Bündchen annäht.

V Ausschnitt nähen


Passform


Genäht habe ich in Größe 46, aber ich glaube, es hätte gern auch die 44 sein können, der Sweater ist an der Schulter etwas breit. Und auch die Ärmel habe ich ordentlich gekürzt. Außerdem habe ich den Bund noch einmal abgemacht und von 10 cm Bundbreite auf 6 cm gekürzt, genauso wie die Ärmelbündchen. Ich bin ja nur so ein Sitzriese, da sehen diese extrem breiten Bündchen einfach nicht gut aus. Die Länge des Sweaters hatte ich zusätzlich um 6 cm gekürzt, die Ärmel um 12 cm.

College Sweater mit V Ausschnitt



Schnitt: College Sweater aus dem Buch Jersey nähen

Stoffe: Jersey Kenny von Swafing in Schlammgrün und gelber Jersey vom holländischen Stoffmarkt

Schnittanpassungen: Nächstes Mal würde ich gern eine Größe kleiner nähen. Dann muss ich die Länge am Saum und der Ärmel noch einmal neu prüfen. Die auf 6 cm gekürzten Bündchen gefallen mir gut.

Fazit: Der Sweater trägt sich wirklich toll. Er ist genau richtig bei jetzt bei sonnigem Herbstwetter. Besonders stolz bin ich auf die V-Ausschnitt. Der ist mir super gelungen und nun weiß ich auch, wie so etwas funktioniert. Mein Kleiderschrank könnte durchaus noch ein oder zwei mehr Exemplare davon gebrauchen. 

Und jetzt noch ganz schnell ab zum MeMadeMittwoch damit!

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Sommertop

Na, seid Ihr schon erfroren bei den aktuellen Temperaturen? Habt Ihr noch einmal Lust auf Sommer, dann kommt mit mir an den Strand. Aber Achtung, die Wellen sind heimtückisch!

Ein Wunschteilchen für meine Urlaubsgardrobe war ein ärmelloses Top, das bei den zu erwartenden Temperaturen in Sri Lanka perfekt an den Strand passen würde. Ein Schnittmuster hatte ich schon vor einer Weile in einer "Simply Nähen" entdeckt.


Der Schnitt:


Das Top sollte eigentlich aus Jersey genäht werden und unten mit einem Gummibund versehen werden. Der Ausschnitt sollte aus einem flach liegenden Baumwollstoff als Ring geschlossen werden. Gummibund, wenn die Hüfte eh schon der breiteste Teil am Körper ist, ist jetzt nicht sooo prickelnd. Also wollte ich unten nur säumen.

Farblich zu zu meiner kurzen Hose passend, hatte ich noch einen schönen Jersey mit bunten Ranken drauf. Als Ausschnitt hatte ich mich statt eines Kragens aus Webware für einen schwarzen Jersey entschieden, mit dem ich auch die Armausschnitte einfassen wollte.

Der Stoff am Ausschnitt wurde jeweils gekräuselt und den Saum unten habe ich mit der Zwillingsnadel genäht.


Was alles schief ging


Was soll ich sagen, eine Meisterleistung wurde dieses Top nicht gerade:

  • der Schnitt ist viel viel viel zu weit für mich, ich habe bestimmt 10 cm auf beiden Seiten weggenommen.
  • die Armausschnitte sind viel zu tief, so dass man viel mehr zu sehen bekommt, als mir lieb ist. Ich musste sie also auch ordentlich verkleinern.
  • die Armausschnitte ließen sich mit dem recht dicken Jersey nicht wirklich schön einfassen, ein hübsches Schrägband aus Webware wäre hier viel eleganter gewesen.
  • der rückwärtige Halsausschnitt ist beim Absteppen etwas ausgeleiert und war vermutlich einfach auch etwas zu lang, da eben Jersey und nicht Webware.
  • Das Annähen des Halsausschnitts hat mir etwas Kopfschmerzen bereitet, weil in den Erläuterungen nicht ganz klar wurde, wie man das so löst, dass man keine Nähte außen sieht. Zum Glück erinnerte ich mich an den Schnitt Lady Topas, der so ähnlich aussieht und deutlich besser Erklärungen liefert. Damit klappte es dann ganz gut.


Nun ja, für den Urlaub und einen Tag am Strand war es trotzdem schön und wir hatten beim Shooting am Strand von Tangalle viel Spaß. Die Wellen dort im Indischen Ozean haben eine enorme Kraft, kein vorgelagertes Riff bremst sie ab. So steht man 5 Meter vom Wasser entfernt im Sand, ab zu werden mal die Füße nass ... und plötzlich kommt eine große Welle und man steht bis zur Hüfte im Wasser und die Hosen sind nass.


Fazit:


Schnitt: Top aus der Simply nähen 4/2017

Stoff: Jersey (gekauft bei stoffversand4u für 17,20 Euro/m)

Fazit: noch einmal würde ich diesen Schnitt eher nicht nähen. Statt dessen würde ich zur Lady Topas greifen und hoffen, dass der Schnitt besser sitzt.

Mit diesem Beitrag bin ich erstmals seit der Sommerpause wieder beim MeMadeMittwoch dabei. Diese Woche geht es um die Details in unseren selbstgenähten Kleidungsstücken. Ich gestehe, bei diesem Top haben mit die Details eher zur Verzweiflung gebracht. Aber ich glaube, ich habe zumindest wieder einmal dazu gelernt, z.B., dass man bei der Streifenversäuberung sehr auf die Stoffart achten sollte, und auch wie man so einen hübschen "Kragen" näht.

Sonntag, 1. Oktober 2017

Sonntagstalk am 1. Oktober 2017

Es war etwas ruhig hier im letzten Monat, nicht wahr? Vielleicht habt Ihr es ja schon geahnt, schließlich habe ich in letzter Zeit öfter mal von der Urlaubsgardrobe gesprochen. Genau, wir waren im wohlverdienten Sommerurlaub in Sri Lanka. Es war schön - wir haben auf einer Rundreise unglaublich viel gesehen und am Ende in einem tollen Boutique-Hotel herrlich entspannt. Das kleine Land (gerade mal so groß wie Bayern!) ist unglaublich vielseitig mit lauten und dreckigen Städten, wunderschöner Landschaft und Natur, sehr freundlichen Menschen und nicht zuletzt traumhaft schönen Stränden.

Da habe ich natürlich auch die Teilchen aus meiner Urlaubsgardrobe getragen, vor allem meine kurze Hose, die ich neulich schon gezeigt habe und mein kurz vorher fertig gewordenes Top (Blogpost steht schon in den Startlöchern).



Genäht habe ich natürlich nicht, aber so ganz nähfremd war das trotzdem nicht.

Sri Lanka hat nämlich eine relativ große Textilindustrie und so waren wir auch in einer Batikfabrik. Batik kennen die meisten von uns aus der Hippie-Ära als mal mehr und mal weniger stark gefärbte Stoffe. Aber in Sri Lanka werden die Stoffe nicht einfach nur gefärbt, es werden richtige Bilder mit Wachs gezeichnet und die Stoffe immer wieder in unterschiedlichen Intensitäten gefärbt, so dass man am Ende ein wunderschönes Stoffbild erhält.

Auf dem Foto hier könnt Ihr sehen, wie eine Arbeiterin das Wachs sehr fein auf den noch weißen Stoff aufträgt:

Batikmanufaktur in Kandy/Sri Lanka

Um ein ganzes Bild fertig zu bekommen, sitzen die Arbeiterinnen Wochen dran. Das fand ich ziemlich faszinierend! Schaut mal, hier habe ich ein Video dazu gefunden.

Leider gab es in dieser Manufaktur keine Stoffe am Ballen zu kaufen, sondern nur fertige Kleidungsstücke, vor allem Saris. Ich habe mir einen Baumwollsari in einem kräftigen Rot gekauft, aus dem ich mir eine Bluse schneidern möchte.

Batikstoff aus Batikmanufaktur in Kandy/Sri Lanka

In Colombo waren wir dann noch im Pettah-Market. Eigentlich kein Markt, sondern ein ganzes Stadtviertel voller kleiner Händler, wo es quasi ALLES zu kaufen gibt. So gibt es auch eine ganze Straße voller Stoffläden, vor allem ganz kleine, vollbepackt mit Stoffen bis zur Decke. Allerdings war es an dem Tag brütend heiß mit hoher Luftfeuchtigkeit, dazu ein unglaubliches Gewühl und Gequirl in den Straßen, so dass das Shoppen schon sehr anstrengend war. In ein paar Lädchen habe ich gestöbert, aber ich muss auch sagen, dass das Angebot hauptsächlich aus billiger Baumwolle bestand und ein paar Ballen Viskose. So schöne Batikstoffe, wie ich mir eigentlich erhofft hatte, habe ich leider nicht gefunden. Mein Eindruck war, dass der Markt von Billigware aus China (?) überschwemmt wird und die lokale Produktion verdrängt.

In einem etwas größeren Laden habe ich dann aber noch ein sehr hübsches Stück Viskose gefunden, mit Sri Lankas Nationalblume, der Seerose, drauf. Da werde ich mir für nächsten Sommer ein hübsches Kleid draus nähen.

Stoffladen in Colombo/Sri Lanka

Viskose-Stoff mit Sri Lankas Nationalblume, der Seerose

Dann war ich diese Woche mal wieder bei den Rotznasen & Zuckerschnutzen, da ich nebenan mein Fahrrad zur Inspektion gegeben habe und eine Stunde Wartezeit rumbringen musste (ich Arme!). Der Laden entwickelt sich immer mehr zu meinem Lieblingsladen. Das Angebot ist einfach riesig und die Mitarbeiter dort sind sehr nett und immer für einen Nähplausch zu haben. Mitgenommen habe ich einen Romanitjersey in Salz und Pfefferoptik, aus dem ich mir einen Rock nähen werde, sowie noch einmal ein Stück von einem Double Gauze, den ich schon habe, aber leider zu wenig, weil ich das amerikanische Breitenmaß beim Kauf übersehen habe. Aus dem Stoff soll die Tunika Olivia von Pattydoo entstehen.

Einkauf bei Rotznasen & Zuckerschnuten

Nähpläne


Und wie geht's weiter? Nun ja, mit Sommergardrobe hat es sich jetzt wohl. Nun geht es so langsam darum, für den Herbst und Winter zu schneidern.

Bereits begonnen habe ich mit einem College-Sweater aus dem Buch "Jersey nähen". Der wird hoffentlich heute fertig. Ich verwende dafür meinen oliv-grünen Schwalben Jersey und gelbe Bündchen.

Dann werde ich mir aus dem gerade gekauften Romanit-Jersey den Rock "Frau Sinnlich" von Jojolino nähen. Den Ausschlag haben die Fotos von Steffi von Feierabendfrickeleien gegeben. Ihr steht der Rock ganz wunderbar und sowas will ich auch!

Nicht vergessen ist mein Vorsatz, mehr aus meinen Zeitschriften zu nähen. Ganz vorn dabei ist das Titelkleid der Burda 8/2017. Dafür möchte ich den Aubergine-Farbenen Modal PRANTERO von Raxn verwenden. Ich gestehe, ich habe etwas schiss - das wird wohl ein größeres Projekt.

Und dann hätte ich gern noch eine kuschelige Strickjacke. Das eBook Minna von Fadenkäfer reizt mich da sehr und ein roter Strickstoff liegt schon bereit.

Sonntag, 10. September 2017

Sonntagstalk am 10. September 2017

Gekauft


Öhm. Ja. Es war Stoffmarkt. Muss ich mehr sagen?
Mein Stash ist signifikant gestiegen....
Aber hey, ich habe keine Zeitungen gekauft.

Stoffmarktausbeute


Genäht


Ich war fleißig! Ich habe Euch ja letztens schon die tolle kurze Hose gezeigt, die ich mir für den Urlaub genäht habe. Jetzt ist aus dem selben Schnittmuster noch eine lange Hose entstanden. Dieses Mal habe ich ein gewebte Viskose-Baumwoll-Gemisch genommen und den Bund aus Jersey genäht - ohne Ösen, nur mit eingenähtem Gummiband. Und die Hose ist super bequem und perfekt für den Urlaub!

Außerdem habe ich mir noch ein Top genäht. Das Schnittmuster habe ich aus einer Simply Nähen, allerdings etwas abgewandelt, sowohl in der Stoffwahl als auch im Schnitt. Naja, so richtig zufrieden bin ich nicht. Es war viel viel viel zu weit und der Halsausschnitt ist mal wieder ausgeleiert. Mit ein paar Änderungen ist es tragbar und für den Urlaub ok, aber ganz sicher nicht mein Meisterstück.


Entdeckt


Ich bin völlig vernarrt in Podcasts, eigentlich egal zu welchem Thema. Zum Nähen aber natürlich ganz besonders. In deutsch kenne ich leider nur einen (5 cm Nahzugabe), von dem es momentan aber auch nur noch selten neue Folgen gibt. Also müssen wir auf Englische ausweichen. Kein Problem, da gibt es nämlich einiges. Hier habe ich eine ganze Liste gefunden.
Und ich höre mich durch.

Zuerst habe ich Sewing Out Loud gehört. Der Podcast wird von Zede (der Mutter) und Malory (der Tochter) gesprochen. Sie erzählen vor allem über ihr eigenes Nähbusiness und geben Tipps zum Nähen. Die Soundqualität ist sehr gut. Aber ich gestehe, mehr als drei Folgen habe ich nicht geschafft. Die beiden gehen mir auf den Keks. Vor allem Zede fällt ihrer Tochter ständig ins Wort und sie haben auch einige merkwürdige Ansichten. Außerdem gibt es relativ viel Werbung. Und dass sie eine Stunde sich quasi nur darüber beschwert haben, wie schwierig es doch sei, Nähvideos zu machen: Mädels, dann lasst es doch!

Also bin ich zum nächsten gehüpft und habe dem Maker Style Podcast probiert. Der Podcast wird von der 21-jährigen Rachel gesprochen. Sie ist so das typische All-American Girl. Alle sind "supersweet" und "awesome" und alles ist "soooo exciting". Aber irgendwie ist sie sympathisch und ich mag ihre Interviews mit anderen Näherinnen, die sich mit dem Nähen ein Business aufgebaut haben. Leider ist ihre Soundqualität nicht immer besonders gut, aber ich habe bisher ja nur ihre ersten Podcasts gehört und hoffe, dass es besser wird. Ihre Shownotes sind auch Klasse, da gibt es ständig Neues interessantes zu entdecken!

Donnerstag, 31. August 2017

Kurze Hose aus Holidayhose von lenipepunkt

Wie für so viele andere Frauen auch, ist Hosen kaufen für mich immer ein Graus. Mir passt einfach nichts von der Stange. Für die meisten Marken bin ich zu kurz bei zu viel Hintern und zu viel Taille. Dazu noch ein hübsches Hohlkreuz und das Chaos ist perfekt. Wenn ich eine Hose über den Hintern bekomme, steht sie garantiert im Rücken meterweit ab, so dass selbst Gürtel anfangen zu weinen. Kurz danach ist es dann meist bei mir so weit, wenn ich die drölfzigste Hose in der Umkleidekabine zur Seite packe…

Für den noch anstehenden Sommerurlaub in tropischen Gefilden brauchte ich unbedingt noch eine kurze Hose und ich hatte wenig Lust, mir wieder das Hosenkauf-Drama anzutun. Also warum nicht mal probieren, selbst was zu schneidern? Aber ist das nicht viel zu kompliziert, weil Reißverschluss und ich garantiert 97 Abnäher an den unterschiedlichsten Stellen brauche und überhaupt?

Als lenipepunkt ihre Holiday-Hose veröffentlicht hat, hab ich also mal allen Mut zusammen genommen. Die sah nämlich schick aus und mit Gummizug auch nicht zu kompliziert, für ein Nähanfängerhascherl wie mich.

Kurze Hose nähen nach holidayhose von lenipepunkt


Der Stoff:


Bei idee habe ich dann einen tollen leichten Baumwolljersey gefunden, der etwas Stand hat und etwas dehnbar ist. Außerdem braucht man noch etwa 1 m Gummiband und etwa 80 cm Kordel für den Bund.

Das Nähen


Beim Schnittmuster habe ich erst einmal einen Schreck bekommen, weil die Größentabelle mir eine Größe angegeben hat, die ich bisher noch nie gebraucht habe. Aber Schreck beiseite, ich muss ja kein Größenlabel einnähen! Für die Hüfte habe ich dann vorsichtshalber gleich noch ein bisschen mehr dazu gegeben.

Das Nähen hat ganz gut funktioniert. Ich habe mich hier strickt an die wirklich gut beschriebene Anleitung gehalten. Zuerst habe ich alle Schnittteile mit dem Fake-Overlockstich und entsprechendem Füßchen versäubert. Auf die Taschenkanten habe ich Nahtband aufgebügelt, damit die Kante nicht ausleiern kann. Und ich kann stolz behaupten, dass ich Eingrifftaschen so langsam beherrsche – die hatte ja auch mein Hollyburn Rock schon.

Kurze Hose nähen nach holidayhose von lenipepunkt

Das Anpassen


Die Seiten habe ich dann erst einmal mit einem Heftstich genäht, um zu gucken, ob es passen würde. Und? Genau das gleiche Problem, wie bei Kaufhosen auch. An der Hüfte recht eng, an der Taille um einen halben Meter zu viel. Aber hey, dafür nähen wir ja, um Schnitte auf uns anpassen zu können! Also habe ich an den Seiten jeweils 3 cm in einem Keil verengt. Schon besser, aber im Rücken immer noch zu viel Stoff. Also habe ich hier 2 Abnäher genäht – einfach frei Schnauze jeweils 11 cm tief und 3 cm breit. Bei der nächsten Anprobe hättet Ihr mich durchs Zimmer hüpfen sehen können – es passte – ein bisschen höher hätte es sein dürfen, aber dafür kommt ja noch ein hoher Bund ran! 

Ösen anbringen


Nun nur noch schnell den Bund annähen und fertig. Öhmmmm – „nur noch schnell“ war natürlich Murks, sprich, der Bund falsch rum dran mit den Ösen nach innen. A propos Ösen – hiermit habe ich gleich noch einmal Neuland betreten. Zum Glück habe ich es erst auf einem Probestück getestet, die ersten Ösen waren nämlich auch vergnießdattelt, bis ich verstanden habe, wie rum ich die Zange halten muss, wie das Werkzeug da rein muss und wie die Ösen. Auch das ist irgendwie eine Wissenschaft für sich! Zum Glück gibt es Youtube-Videos! Den Bund habe ich also noch einmal abgetrennt und richtig rum genäht. Dann noch schnell säumen und ich konnte mich über eine gut sitzende kurze Hose freuen.

Aus dem gleichen Schnittmuster will ich mir noch eine lange Hose nähen. Dafür habe ich eine nicht dehnbare Viskose ausgesucht und sogar schon zugeschnitten. Hier habe ich dann noch eine Änderung für mehr Po eingefügt und mich dabei an die Anleitung im Burda Buch „Nähen leicht gemacht“ gehalten. Das ist wirklich super erklärt. Ich bin gespannt, wie diese Hose sitzen wird.

Kurze Hose nähen nach holidayhose von lenipepunkt

Stoff: Baumwolljersey von idee, etwa 1,20 m. Gekauft habe ich 1,50 m für insgesamt 12,60 Euro im Sommerschlussverkauf. Kordel von Alles für Selbermacher

Anpassungen: In der Hüfte etwas breiter, dafür in der Taille in den Seiten jeweils 3cm enger und zusätzlich hinten 2 Abnäher. Hinter Mitte etwa 1,5 cm mehr Höhe.

Fazit: Meine erste Hose! Und ich bin wirklich zufrieden - so sehr, dass ich sogar schon Stoff für eine lange Hose nach gleichem Schnittmuster geschnitten habe.

Kurze Hose nähen nach holidayhose von lenipepunkt

Ab damit zu rums.

Sonntag, 27. August 2017

Sonntagstalk am 27. August 2017

Gekauft


Keine Stoffe!
Aber dafür bin ich mit den Nähzeitschriften etwas eskaliert. Endlich habe ich die La Maison Victor im Laden entdeckt, da schwärmen ja so viele Näherinnen von. Aber ich muss gestehen, ich bin ein bisschen enttäuscht. Für den Preis sind nur wenige Schnittmuster enthalten und die hauen mich auch nicht gerade vom Hocker. Außerdem habe ich mit mal die Simply Nähen gegönnt und die gefällt mir richtig gut. Da sind viele schöne Schnitte drin. Und naja, die aktuelle Burda natürlich.




Genäht


Ich war fleissig und habe wir angekündigt ab meiner Urlaubsgardrobe gearbeitet. Eine kurze Hose ist fertig geworden und auf die bin ich richtig stolz. Hosen kaufen ist bei mir nämlich immer ein Akt: viel Hintern, Hohlkreuz und relativ schmale Taille. Da passt einfach nichts von der Stange. Und was soll ich sagen: die kurze Hose passt! Ich musste ein bisschen anpassen, aber das erzähle ich Euch diese Woche in einem eigenen Post etwas näher.

Außerdem habe ich schon Stoff für eine lange Hose nach gleichem Schnittmuster und für ein Top geschnitten.


Entdeckt


Es gibt einen neuen Podcast zum Thema nähen: Love to sew. Gesprochen wird dieser von Helen von Helen's Closet und von Caroline von Blackbird Farbrics. Bisher habe ich die erste Folge gehört, in der sich die beiden vorstellen (sehr sympathisch übrigens) und die zweite, in der Jenny Rushmore interviewt wird. Jenny hat mit Cashmerette anscheinend sehr erfolgreich (und sehr professionell von dem was sie erzählt) ein Curvy Sewing Label auf die Beine gestellt. Die Schnittmuster auf ihrer Seite gefallen mir recht gut, z.B. ist da ein Kleid, in das ich mich ein bisschen verliebt habe und das auf meine Weihnachtskleid-Short List kommt. 

Und irgendwie habe ich über die Links zu den Podcasts einen interessanten Artikel zum Organisieren von Schnittmustern gefunden: How to organize your sewing projects with Trello. Trello ist so eine Art listenbasiertes Orga-Tool von dem ich in anderem Zusammenhang (To do's mit KANBAN) schon gehört habe. Da ich Listen und sortieren und überorganisieren ja mag, hab ich das gleich mal angefangen umzusetzen. Mal schauen, wie weit ich komme. Ich werde berichten!


Gibt es noch mehr so verrückte wie mich, die alles inventarisieren, katalogisieren und sortieren müssen? Wie macht Ihr das?